Billigproduktion in Asien Chrysler baut Kleinwagen mit Chinesen

In den USA ist die Produktion laut Chrysler einfach zu teuer - jetzt will der kriselnde US-Autobauer deshalb mit einem chinesischen Konzern gemeinsame Sache machen. Mit dem Hersteller Chery schloss das Unternehmen einen Vorvertrag zur Produktion eines Kleinwagens.


Detroit - Das neue Auto soll unter einer Chrysler-Marke auf den Markt gebracht werden, wie DaimlerChrysler Chart zeigen mitteilte. Der Aufsichtsrat des deutsch-amerikanischen Unternehmens und die chinesische Regierung müssten der Vereinbarung jedoch noch zustimmen. Der US-Arm des Stuttgarter Autobauers suchte seit geraumer Zeit einen chinesischen Partner, um im Ausland kleine Autos zu bauen.

In den USA sei die profitable Produktion nicht möglich, hieß es heute. Die amerikanischen Autokäufer wenden sich angesichts der hohen Spritpreise von den früher beliebten schweren Geländewagen und Pick- Ups ab. Davon profitieren vor allem japanischen Hersteller, die viele sparsame kleine Autos im Angebot haben.

Im Chrysler-Programm dominieren dagegen nach wie vor die großen Wagen. Nach einem Absatzeinbruch in diesem Jahr schreibt der US-Autobauer einen Milliardenverlust und zwang bereits den Mutterkonzern DaimlerChrysler, die Gewinnprognose zu senken. Für kommendes Jahr ist ein Sanierungsplan für Chrysler angekündigt.

ase/dpa/Reuters



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