Techinvestor Peter Thiel nennt Bitcoin »eine chinesische Finanzwaffe«

Peter Thiel ist eigentlich ein großer Fan von Kryptowährungen. Nun aber warnt der Techinvestor, der Bitcoin stelle eine Gefahr für den Dollar und die USA insgesamt dar.
Unterstützt die Republikaner: Investor Peter Thiel

Unterstützt die Republikaner: Investor Peter Thiel

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J. Scott Applewhite/ AP

Wenn der deutschstämmige US-Investor Peter Thiel über China spricht, dann hört er sich fast an wie Ex-Präsident Donald Trump. Thiel, 53, mit PayPal und Facebook-Investments reich geworden, hat bei einer Diskussionsveranstaltung der republikanischen Richard Nixon Foundation harsche Kritik an der Kryptowährung Bitcoin geübt (hier geht es zu einem Bericht über das Treffen ).

Er selbst sei zwar ein großer Fan der Technologie (»I'm a pro-crypto, pro-Bitcoin maximalist person«). Allerdings müsse die Frage gestellt werden, ob nicht »Bitcoin zum Teil als eine chinesische Finanzwaffe gegen die USA« betrachtet werden müsse. Die Kryptowährung bedrohe nicht nur klassische Währungen als Zahlungsmittel, sondern womöglich ganz besonders die Position des Dollars. Wenn China gezielt in den Bitcoin investiere, müssten die USA sich »aus geopolitischer Perspektive« vielleicht einige Fragen stellen, so Thiel.

Die Äußerungen fielen bei einer Diskussionsrunde, an der neben Thiel auch Trumps ehemaliger Außenminister Mike Pompeo sowie Ex-Sicherheitsberater Robert O'Brian teilnahmen. Thiel galt in der Vergangenheit als wichtiger Großspender der Republikaner.

Scharfe Kritik an Apple

Bei seinem Auftritt übte er auch massive Kritik an zahlreichen Techkonzernen aus dem Silicon Valley. Sie spielten faktisch Peking in die Karten. Der Google-Mutterkonzern Alphabet etwa schere sich praktisch nicht um die Frage, ob seine Technologien in China etwa zur Unterdrückung der Uiguren eingesetzt würden.

Thiel rief dazu auf, US-Behörden müssten die Interessenverquickung von Techunternehmen genau beobachten. Das betreffe auch Apple, weil der Konzern große Teile seiner Produkte in chinesischen Fabriken herstellen lasse, »wo die Arbeitsstandards lockerer sind als in den USA und Europa«, kritisierte Thiel. Apple sei »wahrscheinlich diejenige Firma, die strukturell ein richtiges Problem« sei – mit Blick auf die nationalen Interessen der USA.

Facebook warf Thiel indessen vor, Präsident Trump »ent-plattformt« zu haben. Das soziale Netzwerk hatte Trumps Account nach dem Sturm auf das Kapitol Anfang Januar gesperrt. Das sei »geradezu Zensur« gewesen.

beb
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