Kryptowährung unter Druck Bitcoin rauscht unter 20.000-Dollar-Marke

Im November lag der Gesamtwert der Kryptowährungen noch dreimal so hoch – jetzt schwächeln sie. Vor allem die Politik der US-Zentralbank drückt die Kurse.
Bitcoin-Symbol

Bitcoin-Symbol

Foto: INA FASSBENDER/ AFP

Der Markt für Kryptowährungen leidet unter der Aussicht auf deutlich steigende Leitzinsen. Die – nach Marktwert – größte Digitalanlage Bitcoin kostete am Montagvormittag auf der Handelsplattform Bitfinex im Tief 19.540 US-Dollar (rund 19.654 Euro) und damit so wenig wie zuletzt Mitte Juli.

Der Kurs der zweitgrößten Internetdevise Ether ging ebenfalls weiter zurück und lag bei 1450 Dollar. Der Marktwert aller rund 20.700 Digitalwerte beträgt aktuell rund 950 Milliarden Dollar. Das Rekordhoch vom vergangenen November liegt rund dreimal so hoch.

Riskante Anlagen, zu denen Bitcoin und andere Kryptoanlagen zählen, stehen derzeit vor allem wegen weltweit steigender Zinsen unter Druck. Nicht nur die US-Notenbank Federal Reserve, auch viele andere Notenbanken räumen dem Kampf gegen die Inflation hohe Priorität ein.

US-Zentralbankchef Jerome Powell hatte vergangenen Freitag klargestellt, dass die Fed zur Reduzierung der Teuerung auch konjunkturelle Folgeschäden in Kauf nimmt. Marktspekulationen, wonach die Fed im kommenden Jahr schon wieder an Zinssenkungen denken könnte, wurden damit geschwächt.

Steigende Zinsen sind häufig schlecht für riskantere Anlageklassen. Zusätzlicher Druck kommt derzeit von den trüben Konjunkturaussichten, insbesondere für Europa. Hier sorgt vor allem die sich abzeichnende Erdgaskrise für wirtschaftliche Belastung. Aber auch für andere Weltregionen gelten die konjunkturellen Aussichten angesichts zahlreicher krisenhafter Entwicklungen als schlecht.

mamk/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.