Kursturbulenzen Tesla-Chef Musk verwirrt Bitcoin-Anleger

Hat Tesla sich von seinen Bitcoin-Investitionen getrennt? Nachdem Elon Musk mit einem Tweet entsprechende Spekulationen angefacht hatte, ruderte er nun zurück – und sorgt damit für eine Achterbahnfahrt des Bitcoin-Kurses.
Elon Musk beim Besuch eines Tesla-Werks: Tweets mit Risiken und Nebenwirkungen

Elon Musk beim Besuch eines Tesla-Werks: Tweets mit Risiken und Nebenwirkungen

Foto: ODD ANDERSEN / AFP

Eigentlich baut Tesla Elektroautos. Doch statt mit neuen Modellen sorgt Tesla-Chef Elon Musk erneut mit den Kryptowährungs-Investitionen seines Unternehmens für Schlagzeilen. Am Wochenende schien er mit einem Tweet anzudeuten, dass Tesla einen Teil seines milliardenschweren Bitcoin-Bestands verkaufen könnte. Am Montag folgte dann ein Dementi: »Um Spekulationen klarzustellen: Tesla hat keine Bitcoins verkauft«.

Bitcoin-Kurs

Die Tweets des Tesla-Chefs bescherten dem Kurs der Digitalwährung Bitcoin ein Auf-und-Ab. Am Montag fiel der Kurs um mehr als zehn Prozent. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurde ein Tagestief von 42.185 US-Dollar erreicht. Das ist der tiefste Stand seit Februar. Auch andere Digitalwährungen wie Ether, XRP oder Dogecoin gaben erheblich nach. Zuletzt erholten sich Bitcoin & Co. wieder etwas, sodass ein Bitcoin 44.500 Dollar kostete. Der Kurs lag aber immer noch klar in der Verlustzone.

Auslöser für das Rätselraten war der Twitter-Beitrag eines anonymen Twitter-Nutzers. »Bitcoiner werden sich im kommenden Quartal selbst ohrfeigen, wenn sie herausfinden, dass Tesla den Rest seiner Bitcoin-Bestände abgestoßen hat. Mit dem Ausmaß an Hass, der Elon Musk entgegenschlägt, würde ich ihm das nicht übel nehmen«, schrieb dieser.

Hierauf antwortete Musk, ebenfalls per Twitter: »In der Tat.« Damit blieb zunächst unklar, ob Musk sich auf die Bitcoin-Verkäufe oder die Kritik an ihm bezog. Am Montagfrüh stellte Musk dann aber klar, dass es nicht um Bitcoin-Verkäufe gegangen sei.

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Im Februar hatte Tesla bekannt gegeben, 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert zu haben. Außerdem begann das Unternehmen damit, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Diesen Schritt hatte Musk vergangene Woche mit Verweis auf die schlechte Umweltbilanz von Bitcoin rückgängig gemacht.

»Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee, und wir glauben an eine vielversprechende Zukunft, aber dies kann nicht zu großen Lasten der Umwelt gehen«, teilte Musk in einem Statement mit. Der Bitcoin, die älteste und bekannteste Digitalwährung, hatte daraufhin deutlich an Wert verloren.

mic/dpa
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