BMW Wir können nur Luxus

Joachim Milberg steuert um. In Zukunft soll der Bayerische Autobauer wieder mehr Luxuskarossen produzieren.


Passt bestens zu Milbergs neuer Strategie: BMW Z8
DPA

Passt bestens zu Milbergs neuer Strategie: BMW Z8

"Die Erfahrungen mit Rover haben gezeigt, dass Volumen- und Premiumprodukte nicht zueinander passen", sagte BMW-Chef Joachim Milberg am Mittwochabend in Detroit.

Mit der Neuausrichtung konzentriert sich BMW auf ein Segment, für das Milberg in den kommenden Jahren überdurchschnittliches Wachstumspotenzial prophezeit. Experten würden in diesem Bereich in den kommenden zehn Jahren mit einem Zuwachs von etwa 50 Prozent rechnen, während im Massensegment lediglich ein Zuwachs von 25 Prozent prognostiziert werde.

Der Münchner Automobilhersteller strebe ein profitables Wachstum an, das zuerst auf höhere Beiträge pro Fahrzeug abzielt, um dann über "beträchtliche Stückzahlen" den Ertrag zu steigern. Das "Beziehungsgeflecht im Sinne eines zweckorientierten, zeitlich begrenzten Netzwerks" soll nach Milbergs Vorstellungen weiter wachsen.

Für die Ausrichtung auf Luxuswagen sieht Milberg sein Unternehmen gut positioniert. Es sei groß genug, um sich in Zukunft allein auf dem Markt behaupten zu können. "Größe allein ist noch lange kein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg", bekräftigte der BMW Vorstands-Chef, "Wir haben gelernt, dass Größe lähmt in einer Welt, in der Agilität neben der richtigen Strategie unverzichtbar für unternehmerischen Erfolg ist". Der BMW-Konzern werde verstärkt auf strategische Partnerschaften mit Zulieferern oder anderen Herstellern setzen.

Zum Wachstum sollen auch neue Technologien beitragen, weshalb in den nächsten Jahren die Investitionsquote wie angekündigt um etwa sieben Prozent und die Forschung und Entwicklungs-Quote bei rund sechs Prozent vom Umsatz liegen werde.



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