Börse Abgesagte Fusion beflügelte Bankwerte

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch erneut deutlich im Minus geschlossen. Die Verluste zogen sich über alle Branchen hinweg und erhielten neue Nahrung durch die schwache Eröffnung der US-Börse. Am Nachmittag hielt das Scheitern der Fusion zwischen Deutscher und Dresdner Bank die Börsianer in Atem.


Frankfurt am Main - Der Dax verlor 2,55 Prozent auf 7330,77 Zähler. Der Nemax-50 rutschte um 3,66 Prozent auf 6313,27 Punkte. Zum Schluss des deutschen Aktienhandels hielt sich der Dow Jones bei einem Stand von 11.088,13 Zählern, dies ist ein Minus von 0,7 Prozent. Der Nasdaq fiel um 0,6 Prozent auf 4122,87 Punkte.

Deutsche Bank schlossen in Frankfurt mit einem Zuwachs von 4,15 Prozent bei 80,01 Euro und wurden an der Spitze des Dax nur überholt von Dresdner Bank, die 4,26 Prozent auf 49 Euro gewannen. Dagegen brach die Allianz-Aktie ein und lag zum Handelsende bei 380 Euro, dies ist ein Minus von 13,86 Prozent. Der Konzern sei der eigentliche Verlierer, da er bisher sehr am Vertriebsweg Deutsche Bank 24 interessiert gewesen sei, erklärte ein Händler.

Die Aktie der Commerzbank reagierte auf die gescheiterte Fusion zwischen der Deutschen und der Dresdner Bank nur kurzfristig mit Gewinnen. Der Wert schloss mit einem Verlust von 1,56 Prozent bei 39,20 Euro.

Am Neuen Markt legte die Bäurer-Aktie gegen den Trend um 11,34 Euro oder 14,79 Prozent auf 88 Euro zu. Nach Aussage von Händlern deckten sich Fonds mit der Aktie ein.

Der Bund-Future rutschte um acht Stellen auf 106,22 Zähler, der Rex stieg um 21 Stellen auf 111,16 Prozent. Die Umlaufrendite belief sich am Mittag auf 5,05 Prozent nach 5,10 Prozent am Vortag.

Die EZB legte den Referenzkurs des Euro auf 0,9673 (Dienstag: 0,9538) Dollar fest. Für die US-Währung ergab sich damit ein Stand von 2,0219 (2,0506) Mark.



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