Börse am Morgen Infineon und SAP brechen ein

Die deutschen Aktienmärkte starten schlechter in den Tag. Die Gewinnwarnung von Intel und die schlechten Vorgaben der Nasdaq drücken die Stimmung.


Hamburg - Der Dax gab zu Handelsbeginn ein halbes Prozent nach. Der Nemax-50 verlor zwei Prozent. Schwächste Dax-Werte waren Infineon und SAP, die jeweils um dreieinhalb Prozent nachgaben. Als Ursache für den Kursrückgang sahen Händler die Gewinnwarnung von Intel. Metro führten die Dax-Gewinner-Liste an: Das Papier des Handelsriesen legte gut eineinhalb Prozent zu.

Am Neuen Markt brachen Aixtron um über 13 Prozent ein. Broadvision und Intershop fielen jeweils um mehr als zehn Prozent. Stark zulegen konnten hingegen Trintech: Das Papier der Sicherheitssoftware-Firma verbesserte sich um 16 Prozent.

Ausblick: Intel macht Sorgen

Nachdem sich die Technologiewerte Anfang der Woche noch gegen schlechte Nachrichten und Gewinnwarnungen stemmen konnten, brachen am Donnerstag nach der Gewinnwarnung von Yahoo! wieder die ersten Kurse ein. Heute schockt der Chiphersteller Intel mit Umsätzen, die deutlich unter den Prognosen liegen.

Die Tech-Titel werden es zum Wochenausklang wieder schwer haben. Die Nasdaq zeigt bereits die Richtung an: Die Technologiebörse notierte in New York 2,5 Prozent schwächer und schloss auf 2168 Zählern. Behauptet zeigten sich die Werte der "Old Economy" im Dow Jones, die 1,2 Prozent auf 10.858 Punkte zulegen konnten.

Im Blickpunkt der Anleger stehen heute Aixtron und Puma. Die im Neuen Markt notierte Aixtron hatte am Donnerstag nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt und zudem einen Aktiensplit und eine Dividendenerhöhung bekannt gegeben. Der Sportartikelhersteller Puma will am Vormittag seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlichen.

Die japanischen Aktien haben den Handel am Freitag leicht im Minus beendet. Der Nikkei-Index behauptete sich zum Handelsschluss knapp. Er war um 0,2 Prozent auf 12.627,90 Punkte gefallen. Die Investoren verhielten sich Brokern zufolge im Hinblick auf die im Tagesverlauf geplante Bekanntgabe eines Not-Pakets zur Stützung der japanischen Wirtschaft und Börse abwartend.

Angesichts der anhaltenden Finanzkrise im Reich der aufgehenden Sonne hatten die beiden weltweit führenden Ratingagenturen Standard & Poor´s und Moody´s Japan erstmals seit einem Vierteljahrhundert herabgestuft.



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