Börse am Morgen Post-Aktie legt zu

Nach den schweren Verlusten der Vorwoche erholen sich Dax und Nemax minimal. SAP und Deutsche Telekom legen leicht zu, Infineon bleibt unter Druck. Der Nemax 50 kämpft mit der 1200-Punkte-Marke.


Frankfurt am Main - Der Dax konnte sich nach seinen deutlichen Verlusten am Freitag ein wenig erholen und startete mit einem zarten Plus von 0,3 Prozent auf 5881 Zähler in die neue Woche. Der Nemax All Share notierte unverändert um die 1300 Punkte, der Nemax 50 (plus 0,5 Prozent) dümpelte um die 1200 Punkte.

Den besten Start erwischten die Deutsche Post AG (plus 1,7 Prozent auf 19,60 Euro) und der Energieversorger RWE (plus 1,5 Prozent auf 48,49 Euro), der bereits in der vergangenen Woche gegen den Trend zugelegt hatte. SAP legten um 1,4 Prozent auf 142 Euro zu - nach den massiven Verlusten der vergangenen Tage hoffen Anleger, dass der Abwärtstrend vorerst gestoppt ist. Auch die T-Aktie startete behauptet und notierte ein Prozent fester bei 26,40 Euro.

Für die Technologietitel im Dax sieht es jedoch trübe aus: Siemens startete unverändert und dümpelte weiter bei 64 Euro. Infineon verlor 0,9 Prozent und rutschte auf 26,41 Euro - der Chiphersteller will seine Kapitalerhöhung "nicht um jeden Preis" durchführen..

Pessimismus bei den Unternehmenszahlen und Unsicherheit über die Konjunktur prägen die Stimmung: Nach den Gewinnwarnungen von AMD und EMC stehen am Mittwoch die Zahlen von Motorola und Yahoo an. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten haben die Hoffnung auf eine schnelle Erholung gebremst. Der Dow Jones verlor am Freitag 2,2 Prozent, die Nasdaq rauschte um 3,7 Prozent in die Tiefe.

Am Mittwoch kommen die Anleger der Allianz zur Hauptversammlung zusammen. Der Versicherungskonzern hat bekräftigt, man liege bei der Übernahme der Dresdner Bank in der Zeit. Die Aktie notierte zum Auftakt am Montag unverändert bei 334,20 Euro.

Neuer Markt: Wer macht das Licht aus?

Am Neuen Markt herrscht Untergangsstimmung. Am Freitag hatte der Nemax 50 die 1.200-Punkte-Marke durchbrochen und notiert damit auf neuem Jahrestief. Am Montag folgte Ejay mit einer Gewinnwarnung. Ein Indexstand unter 1000 Punkten ist für einige Marktteilnehmer nur noch eine Frage der Zeit.

Die schwachen Vorgaben haben auch die asiatische Leitbörse in Tokio am Montag weiter nach unten gedrückt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte konnte sich zumindest in der letzten Handelsstunde deutlich erholen und ging mit einem Verlust von 0,5 Prozent bei 12239 Punkten aus dem Handel. Besonders die Hightech-Schwergewichte Toshiba, NEC und Sony gehörten zu den Verlierern.

Der Euro wurde am Montag Morgen etwas fester mit 0,8485 Dollar gehandelt nach 0,8379 Dollar am späten Freitag. Die EZB hatte in der vergangenen Woche die Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen. Börsianer trauen der Konjunktur in den USA inzwischen wieder mehr zu als in Europa und verheißen dem Euro weiter schwierige Zeiten. Die Gemeinschaftswährung profitierte jedoch von den schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Heute stehen in Deutschland Zahlen zur Industrieproduktion an.



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