Börse am Morgen SAP an der Spitze

Die Erholung nach den schweren Verlusten gestern ist nur minimal. Neue Schätzungen von der Münchener Rück drücken auf die Stimmung. Zumindest SAP und Infineon ziehen deutlich an.


Frankfurt am Main - Der Dax legte im frühen Handel 0,8 Prozent auf 4075 Zähler zu, doch nach einer halben Stunde Handel war das Plus schon wieder dahin. Der Nemax 50 kletterte um 0,7 Prozent auf 802 Punkte. Die späte Erholung an der Wall Street konnte zunächst keine Impulse geben.

Zu den stärksten Gewinnern im frühen Handel zählten SAP Chart zeigen und Infineon Chart zeigen . Der Softwarehersteller hat erneut seine Gewinnprognosen bestätigt. Händler erklärten die Gewinne bei Infineon ebenso wie bei Epcos Chart zeigen mit einer technischen Reaktion nach den massiven Verlusten am Vortag.

Belastung bei Münchener Rück deutlich gestiegen

Am tiefsten im Minus waren Münchener Rück Chart zeigen . Das Unternehmen rechnet mit einer möglichen Belastung aus den Terroranschlägen in den USA von 2,1 Milliarden Euro Euro vor Steuern nach bisher geschätzten 1,0 Mrd. Euro. Dies wäre die größte Belastung in der Geschichte des Unternehmens. Diese Zahlen belasteten auch die Allianz Chart zeigen.

Deutsche Bank leicht erholt

Die Rezessionsangst hat gestern die Titel der Deutsche Bank Chart zeigen um mehr als neun Prozent abwärts geschickt. Die Talfahrt an den Börsen und die Zurückhaltung von Unternehmen bei Investitionen belasten den Finanzsektor. Die Aktie konnte sich heute im frühen Handel jedoch zum Teil wieder erholen. Auch DaimlerChrysler Chart zeigen legte wieder leicht zu, alledings nicht so deutlich wie VW Chart zeigen und BMW Chart zeigen . Die Ratingagentur Moody's hat am den Ausblick für DaimlerChrysler von "stabil" auf "negativ" heruntergesetzt.

Gewinnwarnung von Lufthansa

Die Krise in der Flugzeugbranche weitet sich aus. Lufthansa Chart zeigen gab zum Handelsauftakt nach: Die Fluggesellschaft hat gestern abend eine Gewinnwarnung heraus gegeben und kündigte an, bis zu 15 Airbus-Bestellungen zurückzustellen. Die Airbus-Mutter EADS stieg im frühen Handel dagegen leicht an, da der Luft- und Raumfahrtkonzern überraschend gute Zahlen vorgelegt hat.

Lufthansa könne auf Grund eines drastischen Nachfrageeinbruchs die bislang erwarteten 700 Millionen bis 750 Millionen Euro beim operativen Ergebnis nicht mehr erreichen. Die beiden weltgrößten Fluggesellschaften, American Airlines und United Airlines, wollen jeweils 20.000 Mitarbeiter entlassen. Damit hat sich die Zahl der von amerikanischen Fluggesellschaften nach den Terroristenattacken angekündigten Entlassungen auf rund 70.000 Personen erhöht. Continental, US Airways sowie einige kleinere Fluggesellschaften hatten bereits große Entlassungsaktionen bekannt gegeben.

Großauftrag für Deutsche Telekom und DaimlerChrysler?

Zumindest die Aktien der Post AG Chart zeigen und der Deutschen Telekom Chart zeigen konnten sich bereits gestern dem schwachen Trend entgegenstemmen. Die Telekommunikationsbranche ist für spekulative Investoren wieder interessant: Sie rechnen mit einer technologischen Aufrüstung und einer stärkeren Nutzung aufgrund des Rückgangs im Reiseverkehr.

Einem Bericht des "Handelsblattes" zufolge dürften die Deutsche Telekom Chart zeigen gemeinsam mit DaimlerChrysler Chart zeigen den Zuschlag der Bundesregierung für das elektronisches Mautsystem für LKW erhalten. Die Aktie der Telekom legte weiter zu, und DaimlerChrysler erholte sich von seinen schweren Verlusten.

US-Märkte: Späte Erholung nach tiefem Sturz

Schwache Konjunkturdaten haben gestern die US-Märkte weiter ins Minus gedrückt und die europäischen Aktienmärkte belastet. Das Beige Book der US Federal Reserve weist in allen zwölf Distrikten der regionalen Notenbanken eine nur mäßige Wirtschaftsentwicklung für August und Anfang September aus - bereits vor den Anschlägen war die Entwicklung schwächer als von Volkswirten erwartet. Die Steuersenkungen in den USA haben die Konsumausgaben bislang nicht stimuliert.

Rund 50 Unternehmen haben inzwischen Gewinnwarnungen herausgegeben: Eastman Kodak Chart zeigen stürzte nach einer Gewinnwarnung ab, Viacom und Boeing warnten, und Adobe Systems belastete den Technologiesektor. Der Dow Jones, der zwischenzeitlich um mehr als vier Prozent gefallen war, konnte sich aber in der letzten Handelsstunde deutlich erholen und reduzierte seine Verluste auf 1,6 Prozent (8759 Zähler). Der Nasdaq Composite schloss 1,8 Prozent schwächer.

Tokio schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag in Folge der schwachen Vorgaben der Wall Street wieder nachgegeben. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 1,6 Prozent auf 9785 Punkte. Der Außenhandelsüberschuss in Japan ist außerdem deutlich gesunken. Der Euro legte am Donnerstag leicht zu. Er wurde mit 0,9269 Dollar notiert nach 0,9255-58 Dollar am Vortag.



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