Börse Dax steigt nach guten US-Vorgaben

Der Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq verhalf dem Deutschen Aktienindex am Dienstag zu Kursgewinnen. Er ging mit einem Plus von 1,71 Prozent und 7280,51 Punkten aus dem Handel.


Frankfurt am Main - Am Dienstagnachmittag hatte sich die Nasdaq nahezu vollständig von ihrem Vortagesverlust erholt. Zu Handelsschluss in Europa lag sie mit 3,73 Prozent im Plus. Das half den deutschen Standardwerten, die mehrheitlich Kursgewinne verzeichnen konnten.

Größte Gewinner waren Münchener Rück mit einem Plus von 5,8 Prozent. Auch der Aktienkurs von Adidas-Salomon stieg um 4,8 Prozent. Händler machten für diesen Anstieg die starke Exportorientierung dieses Titels verantwortlich. Hier wirke sich die momentane Schwäche des Euros besonders positiv aus.

Die Technologiewerte im Dax hätten die schwachen US-Vorgaben in Folge des Nasdaq-Einbruchs vom Montag mittlerweile verarbeitet, sagte ein Börsianer. So zählten Epcos nach anfänglichen Verlusten zu den Kursgewinnern mit 3,32 Prozent. Auch die Siemens-Anteile verteuerten sich um 1,17 Prozent.

Sogar die SAP-Aktie rettete sich nach anfänglichen Verlusten von über zwei Prozent auf ein Plus von 0,18 Prozent. Händler zeigten sich überrascht von der unerwarteten Stabilität der Aktie, die auch in New York gehandelt wird. "In den USA fiel die SAP-Aktie ziemlich deutlich. Ich hätte erwartet, dass sie auch bei uns schneller bergab gehen würde", kommentierte ein Händler.

Insgesamt notierten 25 Dax-Titel im Plus und fünf im Minus. Größter Verlierer waren Deutsche Telekom mit 2,13 Prozent auf 71,74 Euro. Zugleich war der Telekommunikationstitel umsatzstärkster Wert im Dax.

Die Aktien am Neuen Markt konnten sich gegen die Kursturbulenzen der Nasdaq knapp behaupten. Der Nemax 50-Index gewann 0,54 Prozent auf 6758,98 Punkte. Die Aktie von Gauss Interprise stellte mit einem Plus von 21,21 Prozent auf 120,00 Euro den Tagessieger. Die Aktie profitierte von dem Zusammenschluss mit der US-amerikanische Magellan Software. Die komplementäre Produktpalette und die Ausweitung des Vertriebsnetzes in den USA beflügelten auch die Phantasie der Börsianer. Gauss steigt nach eigenen Angaben durch das Geschäft zum führenden Anbieter von Verwaltungssystemen für Internetauftritte auf.



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