Börse Händler warnen vor einem Crash

Die Vorzeichen sind schlecht. Aus Sorge um weitere Kurseinbußen in den USA haben die deutschen Börsenindizes ihre Talfahrt im Handelsverlauf fortgesetzt. Auf dem Parkett werden die Warnungen vor einem Crash immer lauter.


Frankfurt/New York - Wenige Stunden vor dem Start der US-Börse stehen die Signale am Terminmarkt auf Kurssturz. Der Future der Technologiebörse Nasdaq verlor bis zum frühen Nachmittag 110 Zähler. Auch der so genannte S&P-Future lag im Minus. Händler in Frankfurt sprachen von Crash-Ängsten. Sollten die Kurse an den US-Börsen nachhaltig abbröckeln und sich nicht, wie am Vortag, im Laufe der Sitzung wieder fangen, könne aus der Konsolidierung am deutschen Markt auch ein größerer Einbruch oder sogar Crash werden.

Im Bann fallender Kurse: Börsenhändler in Frankfurt
AP

Im Bann fallender Kurse: Börsenhändler in Frankfurt

Der Dax lag am Nachmittag mit 3,2 Prozent im Minus. Zeitweilig war kein Wert im positiven Bereich. Münchner Rück, Telekom, Allianz und Epcos mussten Einbußen von mehr als fünf Prozent hinnehmen.

Noch schlechter präsentierte sich der Neue Markt. Sowohl der Nemax-50 als auch der Nemax-All-Share verloren im Vergleich zum Vortagesschluss weit mehr als fünf Prozent.

Die New Yorker Aktienbörse hatte am Dienstag nach Kursschwankungen in bisher nicht gekanntem Ausmaß schwächer geschlossen. Die Nasdaq hatte zunächst einen Kurssturz von mehr als 13 Prozent verzeichnet, diesen im weiteren Verlauf aber fast wieder wettgemacht und war schließlich mit einem Minus von 1,76 Prozent auf 4149,21 Punkten aus dem Handel gegangen.

Der Dow-Jones-Index hatte nach einem Tageshoch von 11.418 Punkten und einem Tief von 10.717 Zählern am Ende mit 11.175 Punkten 0,42 Prozent leichter als am Montag geschlossen.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.