Börse Kein Schwung im Geschäft

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zu Wochenbeginn leichter. Händler begründeten dies mit negativen Vorgaben aus den USA und Japan.


Frankfurt am Main - Der Dax gab um ein Prozent nach, am Neuen Markt büßten die im Nemax-50 zusammengefassten Wachstumswerte 0,4 Prozent ein.

Anleger zeigten sich wohl auch mit dem Hinweis auf die Sitzung der US-Notenbank am Dienstag zurückhaltend, sagten Händler. Nachdem dieses Treffen nun seit Wochen als Entschuldigung für die verpatzte Sommerrallye herhalten musste, könnten höchstens einige Spekulanten den Markt bewegen. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet nicht damit, dass Alan Greenspan die Zinsen erhöhen wird.

Die Aktien der Deutschen Bank leiden Händlern zufolge unter einer Herunterstufung von Merrill Lynch und verloren rund zwei Prozent. Auch Commerzbank und HypoVereinsbank zählten zu den Verlierern. Commerzbank büßten ein Prozent ein, HypoVereinsbank rund ein halbes Prozent.

Die Technologiewerte tendierten leichter. Infineon gaben knapp ein Prozent ab, Epcos verbilligten sich um eineinhalb Prozent. SAP verloren sogar gut zwei Prozent. Siemens notierten etwas fester.

Auch die Telekom-Aktie büßte weiter an Wert ein. Sie gab um knapp eineinhalb Prozent nach. Die Aktien des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care zogen dagegen am Morgen an. Der Titel steigerte sich um rund ein Prozent.

Zu den Gewinnern am Neuen Markt zählten Highlight Communications, die am Morgen ihre Halbjahreszahlen präsentierten. Die Schweizer konnten den Umsatz in den ersten sechs Monaten im Jahresvergleich um 108 Prozent auf 68,9 Millionen Schweizer Franken steigern. Der Gewinn erhöhte sich mit plus 305 Prozent überproportional. Die Aktien gewannen zuletzt 3,4 Prozent. Amatech und Philips Semiconductors kündigten an, dass sie im Bereich kontaktloser Datenträger zusammenarbeiten wollen. Zudem werde Philips ab 2001 Chips für die Herstellung kontaktloser Smart Cards an Amatech liefern, hieß es. Amatech verteuerten sich daraufhin um 4,2 Prozent.

Der Euro hat die Woche schwächer begonnen und sich weiterhin klar unter der Marke von 0,91 Dollar bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen bei 0,906 Dollar gehandelt. Damit kostete ein Dollar 2,156 DM.



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