Börse Konjunkturängste ziehen Dax ins Minus

Miese Stimmung auf dem Aktienparkett: Der Dax hat bis zum Mittag mehr als drei Prozent verloren. Besonders Stahl-, Auto- und Finanztitel rutschten ins Minus - der Grund sind Konjunktursorgen.


Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt startet mit einem Minus in die Woche. Belastet von Kursverlusten der Indexschwergewichte fiel der Leitindex Dax Chart zeigen bis zum Mittag um über drei Prozent. Auch der MDax Chart zeigen mittelgroßer Werte und der TecDax Chart zeigen verloren um die drei Prozent. Händler verwiesen auf Kursverluste bei hiesigen Indexschwergewichten und Abgaben der Stahl-, Auto- und Finanztitel.

Daimler Chart zeigen verloren zeitweilig über sechs Prozent. Analyst Tim Schuldt von equinet verwies auf die geplante Produktionskürzung im Lkw- Bereich als Belastungsfaktor.

Stahlwerte gaben ebenfalls stark nach. ThyssenKrupp Chart zeigen verloren über fünf Prozent auf 15,11 Euro, Aktien von Salzgitter Chart zeigen fielen im MDax Chart zeigen zum Teil um über acht Prozent. Händler verwiesen auf eine Gewinn- und Umsatzwarnung des finnischen Branchenkollegen Rautaruukki. Der Konzern kündigte zudem an, wegen der schwächeren Nachfrage Stellen streichen zu wollen. Die Gewinnwarnung belaste den kompletten europäischen Stahlsektor, sagte der Händler.

Im TecDax Chart zeigen fielen Q-Cells-Papiere um über elf Prozent. Der Solarzellenhersteller rechnet wegen der Finanzkrise mit schwächerem Wachstum der Solarbranche.

Zuvor waren bereits die Börsen in Asien schlecht in die Woche gestartet. Angesichts der andauernden Sorgen über die Lage der Weltwirtschaft gab der Nikkei Chart zeigen um 1,35 Prozent nach. Der breiter gefasste Topix verlor 0,88 Prozent auf 827 Zähler.

Marktteilnehmer erklärten, Investoren seien angesichts der bevorstehenden US-Konjunkturdaten in dieser Woche misstrauisch. Besonders die monatlichen Arbeitslosenzahlen am Freitag belasteten die Börsen. Zudem werde weiter über eine mögliche Rettung der "Big Three", die US-Autobauer General Motors Chart zeigen, Ford Chart zeigen und Chrysler, spekuliert.

"Mit möglichen Bomben wie diesen vor uns ist keiner bereit zu kaufen, selbst wenn dies ein günstiger Zeitpunkt ist", sagte der Chef des Aktienmarktteams von Jujiya Securities, Masayoshi Okamoto. "Die weltweiten Aktienmärkte richten sich dieser Tage streng nach den Bewegungen der Wall Street. Dabei haben die Themen Arbeitslosenzahlen und Autobauer das Potential für starke Kursreaktionen zu sorgen."

ssu/dpa/Reuters



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