Börse Technologie-Werte im Abwärtstrend

Der Deutsche Aktienindex hat den Handel mit leichten Verlusten begonnen. Insbesondere Technologieaktien - allen voran SAP - belasteten den Dax.


Frankfurt am Main - Broker führen den Abwärtstrend bei den Hightech-Titeln auf Aussagen der einflussreichen amerikanischen Analystin Abby Cohen zurück, die schon während des New Yorker Handels für Unruhe sorgten. In Frankfurt gaben SAP nach der ersten Handelsstunde rund 2,5 Prozent auf 901 Euro ab und waren damit das Schlusslicht im Dax. Verluste verbuchen auch Siemens, die um 1,3 Prozent auf rund 155 Euro sinken.

Uneinheitlich zeigen sich Finanztitel, denen Marktakteure vor Handelsbeginn auf Grund der Vorgaben aus den USA Gewinne zugetraut hatten. Deutsche Bank notieren unverändert mit 72,50 Euro, und Dresdner Bank gewinnen 4 Cents auf 45,34 Euro. HypoVereinsbank büßen derweil 28 Cents auf 64,05 Euro ein, und Allianz fallen um 0,5 Prozent beziehungsweise 2 Euro auf 426. Im Minus notieren auch Preussag, ungeachtet der von Beobachtern als positiv beurteilten Internetstrategie. Die Papiere fallen um 0,9 Prozent beziehungsweise 45 Cents auf 47,72 Euro. Gegen die Tendenz behaupten sich die Aktien von Bayer, die um knapp ein Prozent beziehungsweise 45 Cents auf 46,30 Euro anziehen. Commerzbank lagen im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz mit 5 Cents auf 43,23 Euro im Plus. Die Zahlen seien zwar bekannt, aber der Markt warte auf Aussagen des Vorstands zur Strategie, um daraus mögliche Übernahmen abzuleiten, berichten Händler.

Wie schon an den vergangenen Tagen werde der Handel voraussichtlich sehr ruhig verlaufen. Die Stimmung sei weiterhin "abwartend" und "verhalten".

In New York hat die Aktienbörse am Dienstag bei starken Nasdaq-Verlusten schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,81 Prozent tiefer auf 10.936,11 Zählern. Der technologielastige Nasdaq-Index ging 2,51 Prozent leichter mit 4833,89 Punkten aus dem Handel. Der Aktienmarkt in Tokio notierte fester mit einem Plus im Nikkei von 1,63 Prozent auf 20.706 Punkten.

Der Euro tendierte im Handel gegen den Dollar etwas leichter. Die europäische Gemeinschaftswährung war für 0,9587 Dollar zu haben, nach einer Schlussnotiz von 0,9599 Dollar in den USA.



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