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08. März 2001, 12:48 Uhr

Börsen am Mittag

HypoVereinsbank prescht vor

Die Finanz- und Technologiewerte geben dem Dax Auftrieb. Auch die Wachstumswerte am Neuen Markt notieren wieder freundlicher.

Frankfurt am Main - Die Standardwerte im Dax präsentierten sich am Mittag wieder fester. Nach Verlusten im frühen Handel zeigte der Blue-Chip-Index ein Plus von rund einem Halben Prozent. Auch bei den Wachstumswerte hellte sich das Bild auf. Der Nemax-50 reduzierte seine Verluste auf ein Minus von knapp einem halben Prozent.

Ganz oben in der Dax-Gewinnerliste bleiben die Finanztitel. Die HypoVereinbank preschte mit einem Kursaufschlag von 2,5 Prozent auf 68,60 Euro vorneweg. Ebenfalls fest zeigten sich die Deutsche Bank (plus zwei Prozent), Commerzbank (plus 1,4 Prozent) und Dresdner Bank (plus 1,3 Prozent).

Die Technologietitel, die im frühen Handel die Verliererliste anführten, notierten zum Mittag uneinheitlich. Telekom, Epcos, Siemens und SAP gewannen zwischen 0,3 und 0,6 Prozent. Weiterhin im Minus verharrte Infineon. Die Aktie gibt 0,2 Prozent ab.

Der Energieversorger RWE hielt die rote Laterne im Dax. Die Aktien gaben rund 1,8 Prozent auf 39,96 Euro ab. Das Unternehmen will den viertgrößten spanischen Energieversorger Hidroelectrica del Cantabrico (Hidrocantabrico) übernehmen. Am Morgen hat die Börsenaufsicht in Madrid die Offerte genehmigt. Anleger sehen den Vorstoß jedoch noch skeptisch. Das Übernahmeangebot wird am Markt als zu hoch angesehen. Ebenfalls unter Druck stand der Konkurrent E.ON, der 1,6 Prozent auf 54,10 Euro verliert.

Die Aktie von Adidas Salomon fiel nach Bekanntgabe der Bilanzzahlen. Zwar blieben die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres im Rahmen der Erwartungen, der Titel gibt dennoch mehr als ein Prozent auf 66,88 Euro nach.

Im M-Dax brach die Aktie von Altana um rund 15 Prozent ein, nachdem das Unternehmen mitteilte, dass die Markteinführung eines neuen Medikamentes sich verzögern würde. Die Testergebnisse hätten nicht den Erwartungen entsprochen. Händler halten den Kurssturz allerdings für übertrieben, da das Produkt lediglich einen kleinen Teil des Umsatzes ausmachen würde.

Einen positiven Kursverlauf gabe es wieder bei der Porsche-Aktie. Das Papier legte erneut zu und gewann 1,4 Prozent auf 3700 Euro.

Nach der Umsatz- und Gewinnwarnung des US-Internetdienstes Yahoo stand in Frankfurt der Internet-Index des Neuen Marktes unter Druck - er gab um 1,42 Prozent nach. Die diesem Index zugehörigen über 60 Unternehmen entwickelten sich allerdings in der ersten Handelsstunde unterschiedlich. Stark unter Druck stand Broadvision mit einem Minus von 5,6 Prozent. T-Online büßte 2,5 Prozent ein. Brokat legten dagegen um 0,7 Prozent zu. Um gut vier Prozent ging es bei Intershop aufwärts, nachdem Stephan Schambach angekündigt hatte, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen.

Bäurer verbuchte einen Kursanstieg um über neun Prozent auf 15,60 Euro nach Bekanntgabe vorläufiger Geschäftszahlen. Demnach stieg der Umsatz um 72 Prozent auf 163 Millionen Mark.

Die auch in Frankfurt gehandelte Yahoo-Aktie fiel um rund 15 Prozent auf 19,50 Euro.

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