Börsen am Morgen MLP und Banken vorne

Der Dax klettert weiter, Anleger erwarten gute Konjunkturdaten aus den USA. Vor den Zahlen der Münchener Rück sind Versicherungstitel gefragt. Am Neuen Markt legt MobilCom weiter zu.


Frankfurt am Main – Die Kurserholung nährt sich derzeit selbst. Der Dax kletterte bis 9.30 Uhr um 1,1 Prozent auf 3356 Punkte, während der Nemax 50 1,2 Prozent auf 455 Zähler zulegte. Zu den Gewinnern im Dax gehörten zum Auftakt die Versicherungswerte Allianz Chart zeigen und Münchener Rück Chart zeigen, die zwischen 2,1 und 2,6 Prozent zulegten. Die Münchener Rück legt am Donnerstag Zahlen vor. Am Neuen Markt setzte Mobilcom Chart zeigen nach der Einigung mit France Telecom Chart zeigen seine Erholung fort.

Der Dax dürfte Händlern zufolge in dieser Woche in einer Spanne von 3100 und 3400 Punkten schwanken. Der Dax hatte bereits in der vergangenen Woche mehr als drei Prozent zugelegt. Der US-Industriewerteindex Dow Jones ging zwar am Freitag um 0,5 Prozent schwächer aus dem Handel, jedoch ist der Index seit Anfang Oktober im Aufwärtstrend.

Sollten am morgigen Dienstag das US-Verbrauchervertrauen und der ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet ausfallen, könnte der Dax die Marke von 3443 Punkten bereits in dieser Woche erneut testen, meinen Beobachter. Zum Wochenauftakt stehen mit den Zahlen von Vivendi und dem Überraschungscoup von BNP Paribas jedoch zunächst zwei französische Großkonzerne im Mittelpunkt des Interesses.

Blick nach Paris

Bei der Blitz-Auktion für den Staatsanteil an der französischen Großbank Credit Lyonnais hat Konkurrent BNP Paribas Chart zeigen für 2,2 Milliarden Euro den Zuschlag erhalten. BNP stach damit drei Mitbewerber aus. Das Angebot von BNP entsprach 58 Euro je Aktie, ein Aufschlag von fast 49 Prozent auf den aktuellen Börsenkurs von Credit Lyonnais.

Auch beim Schwergewicht Vivendi rechnen Marktbeobachter zu Wochenauftakt mit steigenden Kursen. Die Vivendi Universal SA hat den Verkauf eines 20,4-prozentigen Anteils an der Vivendi Environnement SA abgeschlossen. Käuferin seien eine Gruppe von Investoren aus Frankreich, Italien und USA, teilte der französische Medienkonzern mit.

Steuerpläne belasten ifo-Index

Der ifo-Index dürfte im November vermutlich unter den Oktober-Wert von 87,7 Punkten gefallen sein. Das wäre der sechste Monatsrückgang in Folge. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibe schlecht, sagt Andreas Rees von der HypoVereinsbank. Den voraussichtlich anhaltenden Pessimismus der deutschen Firmen erklärten Volkswirte mit den von der Regierung geplanten Erhöhungen bei Steuern und Sozialabgaben.

Schwierige Zeit für Münchener Rück

In dieser Woche dürften nach Ansicht von Börsianern vor allem die Quartalszahlen der Dax-Unternehmen Münchener Rück Chart zeigen und TUI Chart zeigen (beide am Donnerstag) sowie die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex (Dienstag) Beachtung finden. Bei dem Rückversicherer Münchener Rück Chart zeigen rechnen Anleger mit miserablen Zahlen. Die Analysten der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein erwarten einen Verlust von 700 Millionen Euro im dritten Quartal. Zu den größten Problemen der Gesellschaft zählten die Abhängigkeit von den Aktienmärkten sowie die Beteiligungen an den angeschlagenen deutschen Banken. Dadurch drohe die Münchener Rück ihr Bonitäts-Rating "AAA" zu verlieren.

Steigerung bei TUI erwartet

Europas größter Touristikkonzern TUI wird Analysten zufolge im dritten Quartal den Überschuss zum Vorjahresquartal leicht und zum Vorquartal deutlich steigern. Durchschnittlich prognostizieren von Reuters befrage Analysten einen Überschuss von 276 Millionen Euro. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte die TUI 260 Millionen Euro erwirtschaftet, im zweiten Quartal dieses Jahres jedoch einen Verlust von 45 Millionen Euro ausgewiesen.



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