"Börsen-Zeitung" Massive Stellenstreichungen bei der Bundesbank

Die Deutsche Bundesbank wird nach Presseinformationen deutlich mehr Stellen streichen, als bisher bekannt. Fast 4000 Stellen stehen einem internen Schreiben zufolge zur Disposition.


Ernst Welteke: Brief an die Mitarbeiter
DPA

Ernst Welteke: Brief an die Mitarbeiter

Frankfurt am Main - Präsident Ernst Welteke habe den 15.300 Beschäftigten bereits vor einigen Wochen intern mitgeteilt, dass sich der Personalbestand von Anfang 2003 um etwa ein Viertel reduzieren werde, heißt es in einem Vorabbericht der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe).

Bisher hatte Welteke nur von einem Personalabbau in der Größenordnung von zehn Prozent gesprochen. Überdies plane die Bundesbankführung weitere Filialen zu schließen. Demnach würden über die bereits beschlossene Schließung von 52 Filialen mindestens weitere 22 ehemalige Hauptstellen wegfallen, heißt es weiter in dem Bericht.

Durch die Sparmaßnahmen dürfte die Bundesbank spätestens 2007 bundesweit nur noch über rund 44 statt der bisher geplanten 66 Filialen verfügen, schreibt die "Börsen-Zeitung". Dies bedeute den Abbau von zusätzlich mindestens 1000 Stellen, so dass der Personalbestand der Notenbank um etwa ein Drittel oder rund 5000 Beschäftigte schrumpfen werde. Entsprechend werde sich die bislang mittelfristig erwarteten Kosteneinsparungen von 100 Millionen Euro deutlich erhöhen.

Ein Bundesbanksprecher sagte auf Anfrage, es sei intern noch keine Entscheidung gefallen. Sie werde bis Jahresende angestrebt. Seit Jahresmitte prüfe man, welche Standorte langfristig Bestand haben werden.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.