Börsenausblick Die Hightech-Riesen lassen sehen

Die Berichtssaison für das erste Quartal geht in die heiße Phase. Alle warten gespannt auf die Zahlen von Intel, Microsoft, SAP und Nokia.


Frankfurt am Main - Die Augen der Anleger werden sich zu Beginn der kommenden Woche auf die Quartalsberichte des niederländischen Elektronikkonzern Philips (Dienstag, 17. April) richten. Am selben Tag legt der Chiphersteller Intel seine Quartalszahlen vor.

SAP vor Comeback?

Am Mittwoch, 18 April, werden Zahlen von AOL Time Warner, General Motors und IBM erwartet. Richtungsweisend für Technologietitel dürften die Quartalszahlen von SAP, Microsoft und Sun Microsystems werden, die am Donnerstag, 19. April vorgelegt werden.

Druck auf Nokia ist groß

Spannend dürfte es zum Ende der Börsenwoche werden, wenn die beiden skandinavischen Telekom-Ausrüster Nokia und Ericsson am 20. April ihre Quartalzahlen vorlegen. Beide haben bereits eine Gewinn- bzw. Umsatzwarnung zum ersten Quartal veröffentlicht.

Bei Ericsson zeichne sich ein drastischer Einbruch beim Betriebsergebnis ab, das Vorsteuerergebnis dürfte mit minus 400 Millionen Schwedischen Kronen in die roten Zahlen rutschen, meint die DG-Bank. Nokia sei es dagegen gelungen, trotz Umsatzrückgangs das Vorsteuerergebnis mit 1,3 Milliarden Euro knapp auf dem Vorjahresniveau zu halten.

Die Analysten der DG-Bank gehen jedoch davon aus, dass die Präsentation genutzt wird, um die Geschäftsziele für den weiteren Jahresverlauf nochmals nach unten zu revidieren. "Erneute Kursbelastungen" erwarten die Experten besonders bei Nokia, das sich bis zuletzt zuversichtlich zum Handy-Geschäft des laufenden Jahres geäußert hatte. Es wird erwartet, dass Nokia die Planungen für das zweite Quartal deutlich zurücknehmen werde.

Die freundliche Stimmung der letzten Tage, von der vor allem Aktien des Technologie- und Telekommunikationssektors profitiert haben, könnte dann wieder zunichte gemacht werden. Zwar verbinden Anleger immer noch sehr viel Fantasie und Potenzial mit TMT-Werten. Die Stärke, mit der einige Aktien jüngst zugelegt haben, hält die GZ-Bank jedoch für überzogen.



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