Börsenausblick Hoffnung für die T-Aktie

Nach den Vortagesverlusten bleibt die Hoffnung, dass die deutschen Indizes die späte Erholung der US-Börsen heute nachholen. Der Deutschen Telekom und DaimlerChrysler winkt ein Großauftrag.


Frankfurt am Main - Schwache Konjunkturdaten haben gestern die US-Märkte weiter ins Minus gedrückt und die europäischen Aktienmärkte belastet. Das Beige Book der US Federal Reserve weist in allen zwölf Distrikten der regionalen Notenbanken eine nur mäßige Wirtschaftsentwicklung für August und Anfang September aus - bereits vor den Anschlägen war die Entwicklung schwächer als von Volkswirten erwartet. Die Steuersenkungen in den USA haben die Konsumausgaben bislang nicht stimuliert.

Rund 50 Unternehmen haben inzwischen Gewinnwarnungen herausgegeben: Eastman Kodak Chart zeigen stürzte nach einer Gewinnwarnung ab, Viacom und Boeing warnten, und Adobe Systems belastete den Technologiesektor. Der Dow Jones, der zwischenzeitlich um mehr als vier Prozent gefallen war, konnte sich aber in der letzten Handelsstunde deutlich erholen und reduzierte seine Verluste auf 1,6 Prozent (8759 Zähler). Der Nasdaq Composite schloss 1,8 Prozent schwächer.

Rezessionsangst läßt Deutsche Bank stürzen

Die Rezessionsangst schickte gestern die Titel der Deutsche Bank Chart zeigen um mehr als neun Prozent abwärts. Die Talfahrt an den Börsen und die Zurückhaltung von Unternehmen bei Investitionen belasten den Finanzsektor. Auch DaimlerChrysler Chart zeigen setzte ebenso wie die anderen Autotitel seine Talfahrt fort: DaimlerChrysler wäre von einem Einbruch der Nachfrage in den USA noch stärker betroffen als VW Chart zeigen und BMW Chart zeigen . Die Ratingagentur Moody's hat am den Ausblick für DaimlerChrysler von "stabil" auf "negativ" heruntergesetzt.

Airline-Krise weitet sich aus

Die Krise in der Flugzeugbranche weitet sich aus. Lufthansa Chart zeigen gab gestern abend eine Gewinnwarnung heraus und kündigte an, bis zu 15 Airbus-Bestellungen zurückzustellen. Die Airbus-Mutter EADS berichtet heute in Amsterdam über den Geschäftsverlauf. Lufthansa könne auf Grund eines drastischen Nachfrageeinbruchs die bislang erwarteten 700 Millionen bis 750 Millionen Euro beim operativen Ergebnis nicht mehr erreichen. Die beiden weltgrößten Fluggesellschaften, American Airlines und United Airlines, wollen jeweils 20.000 Mitarbeiter entlassen. Damit hat sich die Zahl der von amerikanischen Fluggesellschaften nach den Terroristenattacken angekündigten Entlassungen auf rund 70.000 Personen erhöht. Continental, US Airways sowie einige kleinere Fluggesellschaften hatten bereits große Entlassungsaktionen bekannt gegeben.

Großauftrag für Deutsche Telekom und DaimlerChrysler?

Zumindest die Aktien der Post AG Chart zeigen und der Deutschen Telekom Chart zeigen konnten sich gestern dem schwachen Trend entgegenstemmen. Die Telekommunikationsbranche ist für spekulative Investoren wieder interessant: Sie rechnen mit einer technologischen Aufrüstung und einer stärkeren Nutzung aufgrund des Rückgangs im Reiseverkehr. Einem Bericht des "Handelsblattes" zufolge dürften die Deutsche Telekomgemeinsam mit DaimlerChrysler den Zuschlag der Bundesregierung für das elektronisches Mautsystem für LKW erhalten.

Tokio schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag in Folge der schwachen Vorgaben der Wall Street wieder nachgegeben. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 1,6 Prozent auf 9785 Punkte. Der Außenhandelsüberschuss in Japan ist außerdem deutlich gesunken. Der Euro legte am Donnerstag leicht zu. Er wurde mit 0,9276 Dollar notiert nach 0,9255-58 Dollar am Vortag.



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