Börsengang Sommer schickt T-Online Mitte April ins Rennen

Für Ron Sommer ist es eine "Börsenperle". Mitte April bringt die Deutsche Telekom ihre Tochtergesellschaft T-Online International AG in den Aktienhandel. Der Aufsichtsrat habe dieser Entscheidung zugestimmt, teilte der Konzernchef am Dienstag mit.


Bonn - Das Unternehmen werde auch nach dem Börsengang eine "deutliche Mehrheit" an T-Online halten, so Sommer. Potenzielle Anleger und Investoren könnten rund 100 Millionen Aktien zeichnen. T-Online ist mit rund 4,2 Millionen Kunden Europas größter Online-Anbieter.

Bringt T-Online an die Börse: Telekom-Chef Ron Sommer
DPA

Bringt T-Online an die Börse: Telekom-Chef Ron Sommer

Als globale Koordinatoren des Bankenkonsortiums, das die Emission begleiten wird, werden die Dresdner Kleinwort Benson und Goldman Sachs genannt. Als Berater von Telekom und T-Online fungieren außerdem ABN Amro Rothschild und Citigate Dewe Rogerson. Damit ist offenbar die frühere Hausbank der Telekom, die Deutsche Bank, zumindest nicht in exponierter Stellung mit dem Börsengang befasst.

Die T-Online-Aktie soll im Amtlichen Handel in Frankfurt gelistet werden. Ausgegeben werden nennwertlose Stückaktien als Namenspapiere. Als Zeichnungsfrist peilt die Telekom die erste Aprilhälfte an. Ein vorläufiger Verkaufsprospekt soll etwa Mitte März vorliegen. Noch nicht beschlossen ist der geplante Börsengang der Tochter T-Mobil, für den als Zeitraum Herbst/Winter 2000 anvisiert wird. Auch der weitere Verkauf von T-Aktien aus dem Bundesbesitz, der frühestens im Juni möglich ist, ist noch offen.



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