Börsengang Symrise-Debüt voller Erfolg

Mit Spannung war der Börsengang des Duft- und Aromenherstellers Symrise erwartet worden. Nach achteinhalb Stunden Handelszeit wich endlich die Anspannung. Der Schlusskurs der Symrise-Aktie lag erheblich über dem Ausgabekurs.


Frankfurt am Main - Zu Handelsbeginn deutet noch wenig auf die hohe Nachfrage hin. Doch bereits kurze Zeit später hatte die Symrise-Aktie deutlich zugelegt. Bei Beendigung des Handels schließlich stand der Kurs bei 18,35 Euro.

Parfumpackungen mit dem Aufkleber "Symrise inside": 652 Millionen Euro Emissionserlös
DPA

Parfumpackungen mit dem Aufkleber "Symrise inside": 652 Millionen Euro Emissionserlös

Der erfolgreiche Gang an den Aktienmarkt bestätige die positiven Rückmeldungen von institutionellen Investoren in der Vergangenheit. "Dass wir außerdem so viele private Anleger begeistern konnten, freut uns besonders", erklärte Vorstandschef Gerold Linzbach. Mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Euro ist es der größte Börsengang in Deutschland in diesem Jahr.

Bei dem Börsengang wurden einschließlich Mehrzuteilungsoption 81 Millionen Anteilsscheine platziert, die Preisspanne lag bei 15,75 bis 17,75 Euro. Einziger Wermutstropfen für die Anleger: Da die Aktien mehrfach überzeichnet waren, bekommen Privatinvestoren nicht die Anzahl der Papiere, die sie erhofft hatten. Wer beispielsweise bis zu 99 Anteilsscheine gezeichnet hatte, erhält nur 20 Aktien.

Symrise erhält aus dem Emissionserlös brutto rund 652 Millionen Euro. Das Beteiligungsunternehmen EQT, das beim Börsengang etwa die Hälfte seiner Anteile abgab, bleibt mit 15,9 Prozent weiterhin größter Aktionär bei Symrise.

Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben zu den weltweit vier größten Anbietern für Duft- und Geschmacksstoffe, es produziert in 19 Ländern rund 30.000 Produkte und verkauft diese in über 160 Ländern. Symrise mit Sitz im niedersächsischen Holzminden erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2006 mit 4.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 944,4 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 34,3 Prozent auf 143,1 Millionen Euro.

Der bisher größte Börsengang in diesem Jahr war der von Wacker Chemie mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro. In diesem Jahr gab es nach Angaben der Deutschen Börse in Deutschland bisher 75 klassische Börsengänge. Hinzu kommen noch Notierungsaufnahmen und Zweitlistings.

mik/AP



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