Börsenschluss Angst vor den Ifo-Zahlen

Die Versorger haben mit deutlichen Kursverlusten den Dax ins Minus gedrückt. Vor der Bekanntgabe wichtiger Konjunkturdaten hielten sich die Anleger zurück. Am Neuen Markt geriet Medion ins Visier der Zocker.


Frankfurt am Main - Zu Wochenbeginn hat der Dax leichter geschlossen. Der Leitindex verlor um 0,7 Prozent auf 3299 Punkte. Der MDax kletterte auf 3123 Zähler, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Händler sprachen von einem richtungslosen Geschäft, das von geringen Umsätzen geprägt gewesen sei. Auch von den US-Märkten seien keine Impulse gekommen. Die Verkäufe bestehender Häuser in den USA für Oktober hätten zwar die robuste Verfassung des US-Immobilienmarktes gezeigt, sich auf die Kursentwicklung jedoch kaum ausgewirkt.

Insgesamt habe eine abwartende Haltung vorgeherrscht. "Die Leute wurden wieder etwas vorsichtiger - es könnte sein, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag wegen der Auswirkungen der Steuerdiskussion enttäuscht", hieß es. Wegen des Feiertages in den USA am Donnerstag seien von der gesamten Woche nur wenige Impulse zu erwarten.

Zum Wochenauftakt pendelten die US-Börsen um die Schlussstände vom Freitag.

Finanztitel wieder gefragt

Bis auf die Deutsche Bank Chart zeigen tendierten die Finanztitel gut behauptet. Der Verkauf eines Anteils von Credit Lyonnais an BNP Paribas Chart zeigen durch den französischen Staat beflügelte die Spekulationen über eine Neuordnung des Bankenwesens in Frankreich und rückten auch hierzulande Finanztitel in den Blickpunkt.

HypoVereinsbank Chart zeigen legten um 0,5 Prozent auf 15,77 Euro zu, Allianz Chart zeigen verteuerten sich um 0,8 Prozent auf 114,05 Euro. Der Preis, den BNP Paribas gezahlt habe, zeige, dass Commerzbank Chart zeigen und HypoVereinsbank derzeit unterbewertet seien, sagte ein Händler. Zudem ist die Commerzbank an Credit Lyonnais beteiligt.

Versorger deutlich unter Druck

Eon Chart zeigen und RWE Chart zeigen verloren dagegen 2,6 Prozent auf 42,69 bzw 1,7 Prozent auf 28,62 Euro. Belastet wurden die Titel Teilnehmern zufolge von einer negativen Analystenaussage. Credit Suisse First Boston (CSFB) rechnet bei beiden Unternehmen mit weiteren Abschreibungen im vierten Quartal. Zudem belasteten die Zahlen zum dritten Quartal weiter die Aktienkurse. Eon seien derzeit ausreichend bewertet.

"Die Aktien sind weder für Anleger mit dem Blick auf Wachstumswerte noch für solche mit dem Fokus auf wertbeständige Titel attraktiv", lautete die Einschätzung. Daher dürften die Papiere um weitere zehn Prozent nachgeben "Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Akquisitionen zu teuer waren, kommentierte ein Händler den Kursrückgang.

Einzelhandelstitel im Fokus der Anleger

Metro Chart zeigen verteuerten sich dagegen um 2,8 Prozent auf 24,03 Euro, die Aktien von KarstadtQuelle Chart zeigen erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 17,55 Euro. Der Handel hatte sich über das Einkaufsverhalten in Deutschland am Samstag zufrieden gezeigt. Dies gebe Zuversicht für die kommenden Adventswochenenden, meinte ein Marktteilnehmer.

Auch in der neuen Woche setzten die Automobilwerte ihre negative Tendenz fort. Marktteilnehmer sprachen von den anhaltend negativen Auswirkungen der geplanten Dienstwagensteuer. Sollte diese eingeführt werden, könnte die Automobilkonjunktur einen merklichen Dämpfer erhalten. Diese Gefahr relativiere die günstige Bewertung von DaimlerChrysler Chart zeigen und Volkswagen Chart zeigen. Bei DaimlerChrysler komme noch hinzu, dass die Lagerbestände in den USA im Oktober angestiegen seien, was zu einer Verringerung der US-Produktion und negativen Auswirkungen auf die Margen führen dürfte.

Zu BMW Chart zeigen hieß es, dass das Unternehmen mit dem Mini Geld verliere und deshalb bei Peugeot nach Hilfe suche im Bereich gemeinsame Plattformen Einkäufe und Produktion, sagten die Analysten von Goldman Sachs. BMW hat die Berichte jedoch unterdessen zurückgewiesen. BMW gaben um 2,9 Prozent 32,30 Euro nach, DaimlerChrysler verloren 1,4 Prozent auf 35,01 Euro und VW fielen um 0,2 Prozent auf 39,65 Euro.



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