Börsenschluss Bärenmarkt findet kein Ende

2. Teil: Banken- und Auto-Aktien verlieren kräftig


Banken- und Auto-Aktien verlieren kräftig

Die seit Tagen unter Druck stehenden Aktien von Banken aber auch Titel der Autobauer zählten zu den größten Verlierern im Dax. Nach zunächst freundlichem Handelsverlauf waren auch die Papiere von Versicherern wieder ins Minus gedreht.

Deutsche Bank Chart zeigen verloren 5,60 Prozent auf 37,75 Euro. Händler und Fondsmanager sagten, es kursierten erneut Gerüchte im Markt, das Bankhaus könnte seine Gewinnprognosen nach unten korrigieren. Zudem belasteten Händlern zufolge Spekulationen, die Bank könnte mit Gerling ein ähnliches Problem haben wie die Credit Suisse Group (CSG) mit ihrem Versicherer Winterthur. Die Schweizer Großbank hatte in der vergangenen Woche für das dritte Quartal einen deutlichen Verlust im Versicherungsgeschäft angekündigt.

Einige Aktienhändler verwiesen zudem auf eine Mitteilung der Investmentbank J.P. Morgan, wonach Investoren derzeit aus Bankentiteln in Versicherungswerte umschichten sollen. Doch das Argument verlor im Laufe des Handels zusehends an Schlagkraft. So schlossen Allianz Chart zeigen zwar nur leicht im Minus bei 79,40 Euro. Zwischenzeitlich hatten die Titel aber mehr als fünf Prozent nachgegeben. Münchener Rück Chart zeigen gaben schlossen zwei Prozent leichter auf 99 Euro.

Dramatisch gestalteten sich die Kursverluste bei der Commerzbank Chart zeigen, die zeitweilig rund zwölf Prozent auf fünf Euro verloren. Die Aktien schlossen letztlich mit Verlusten von sieben Prozent auf 5,30 Euro. Händler führten den Kursrückgang unter anderem auf eine Herunterstufung durch die Rating-Agentur S&P zurück, die ihr Langfrist-Rating für die Bank auf "A-" von "A" reduzierte. Die Rückstufung habe jedoch nichts mit den jüngsten Spekulationen über angebliche Liquiditätsprobleme der Bank zu tun, teilte S&P mit.

HypoVereinsbank Chart zeigen rund drei Prozent ab. S&P senkte den Ausblick für die Bank von "stabil" auf "negativ".

Die Aktie des Handelsriesen Metro Chart zeigen verlor mehr als sieben Prozent, nachdem der viertgrößte US-Einzelhandelskonzern Sears am Vortag eine schwache Geschäftsprognose gegeben hatte. Analyst Christian Bruns von Sal. Oppenheim sagte zum Kursminus, einige Investoren rechneten wohl damit, dass Metro seine Gewinnziele für dieses Jahr nicht erreichen werde. "Ich glaube aber, dass sie es schaffen werden. Vielleicht werden die Umsätze etwas schwächer ausfallen, aber das wird keinen großen Einfluss auf den Aktienkurs haben." Entscheidend für das Einzelhandelsunternehmen seien die Umsätze im anstehenden Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal.

Geteiltes Bild bei Technologietiteln

SAP Chart zeigen zählten zu den wenigen Gewinnern im Dax und notierten mit einem Plus von 3,87 Prozent auf 43,26 euro an der Dax-Spitze. Dabei hatte die Investmentbank UBS Warburg am Morgen ihr Kursziel für den SAP-Titel wegen Befürchtungen um eine mögliche Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr von 65 auf 45 Euro gesenkt, sagten Händler. SAP wird seine Zahlen zum dritten Quartal am 17. Oktober vorlegen.

Siemens Chart zeigen, Infineon Chart zeigen konnten ihr Minus zum Handelsschluss auf unter ein Prozent drücken, während Epcos 5,60 Prozent auf 5,76 Euro verloren. Zuvor war gemeldet worden, der japanische Elektronikkonzern Fujitsu Chart zeigen wird nun auch bei der Entwicklung und dem Teile-Einkauf für Personal Computer mit Siemens zusammenarbeiten.

Autotitel standen ebenfalls auf den Verkaufslisten der Investoren. Volkswagen Chart zeigen, BMW Chart zeigen und DaimlerChrysler Chart zeigen verloren jeweils knapp vier Prozent. Volkswagen gaben 2,60 Prozent auf 35,23 Euro nach. Amerikanische Investmentbanken hatte zuvor die Gewinnprognosen für Ford Chart zeigen, General Motors Chart zeigen und DaimlerChrysler Chart zeigen gesenkt.

Analystenkommentare belasten Software AG

Die im MDax notierten Aktien der Darmstädter Software AG Chart zeigen konnten ihre Verluste auf 1,90 Prozent bei 8,83 Euro begrenzen. Händler verwiesen auf eine Analyse von UBS Warburg. Deren Analysten hatten demzufolge das Kursziel für den Titel von 16 auf zehn Euro gesenkt. "Der kritische Kommentar dürfte der Grund für die Schwäche bei der Software-Aktie sein", sagte in Marktbeobachter.



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