Durchfahrt durch Meerenge gesperrt Frachtschiff läuft im Bosporus auf Grund

Der Bosporus gilt als zentraler Knotenpunkt für den Schiffsverkehr: Weil ein Frachter aus der Ukraine auf Grund gelaufen ist, wurde die Durchfahrt vorübergehend gesperrt.
Auf Grund gelaufenes Schiff am Bosporus: Verbindung zwischen Europa und Asien gesperrt

Auf Grund gelaufenes Schiff am Bosporus: Verbindung zwischen Europa und Asien gesperrt

Foto: Yoruk Isik / REUTERS

Täglich werden Tonnen an Waren durch die schmale türkische Meerenge am Bosporus in das Marmarameer und dann weiter durch die Dardanellen in das Mittelmeer transportiert. Am Montag war die Durchfahrt vorübergehend behindert: Ein aus der Ukraine kommendes Frachtschiff war im Bosporus auf Grund gelaufen.

Die Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer wurde daraufhin vorübergehend gesperrt, wie die türkische Generaldirektion für Küstensicherheit auf Twitter mitteilte. Der Vorfall habe sich bei Umuryeri, zwischen zweiter und dritter Brücke über den Bosporus, ereignet. Spezialschiffe versuchten, den 142 Meter langen Frachter »MKK-1« zu befreien, hieß es. Laut dem türkischen Nachrichtensender TV100 ist dies im Laufe des Vormittags gelungen.

Das Schiff sei abgeschleppt worden, meldete der Sender unter Berufung auf die Generaldirektion. Die Bergungsarbeiten hätten etwa vier Stunden gedauert.

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Der Frachter mit einer Ladung von 13.000 Tonnen Erbsen fährt unter der Flagge des Inselstaates Palau und ist im Rahmen des sogenannten Getreideabkommen unterwegs. Ziel ist die Türkei. Das geht aus Angaben eines entsprechenden Koordinationszentrums für ukrainische Getreideausfuhren in Istanbul hervor.

Seit Sommer wird ukrainisches Getreide über das Schwarze Meer und die Meerenge Bosporus exportiert. Ein entsprechendes Abkommen war im Juli unter Vermittlung der Türkei und der Uno vereinbart worden und hatte die monatelange Blockade der ukrainischen Getreideausfuhren infolge des russischen Angriffskriegs beendet.

mmq/dpa

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