Brasiliens Präsident bricht Zusage Bolsonaro kürzt Ausgaben für Umweltschutz drastisch

Auf dem internationalen Klimagipfel kündigte Brasiliens Präsident an, die Staatsausgaben für Umweltschutz zu verdoppeln. Daheim tat er nun erst einmal das Gegenteil.
Feuer im Amazonas: Brasiliens Umweltministerium soll den Regenwald beschützen. Bolsonaro hat sein Budget massiv gekürzt

Feuer im Amazonas: Brasiliens Umweltministerium soll den Regenwald beschützen. Bolsonaro hat sein Budget massiv gekürzt

Foto: Xinhua/ dpa

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro hat das Staatsbudget für Umweltschutz um fast ein Viertel gekürzt – nur einen Tag, nachdem er auf dem vom US-Präsidenten Joe Biden organisierten Klimagipfel gelobt hatte, die Ausgaben für Umweltschutz zu verdoppeln und die illegale Abholzung im Amazonas bis 2030 zu beenden.

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Weniger als 24 Stunden nach seiner Rede auf dem Klimagipfel unterzeichnete Bolsonaro laut einem offiziellen brasilianischen Amtsblatt den Bundeshaushalt 2021. Für das Umweltministerium wurden im Vergleich zum Vorjahr 24 Prozent weniger Ausgaben genehmigt.

Dem Amtsblatt zufolge legte Bolsonaro sein Veto gegen eine Liste mit umweltbezogenen Haushaltsausgaben ein – einschließlich Kosten für die Durchsetzung von Umweltschutzbestimmungen.

Der Vorsitzende der Umweltkommission im Kongress Rodrigo Agostinho warnte, dass nach jahrelangen Einsparungen nun eine komplette Lähmung der Umweltbehörden drohe. Die Regierung beantwortete keine weiteren Fragen zu Bolsonaros Versprechen, die Ausgaben für den Umweltschutz zu erhöhen.

clh/Reuters
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