Brauereien Attraktive Ausländer

Bislang galten Brauerei-Aktien deutschen Anlegern als wenig attraktiv. Analysten raten jetzt aber zum Kauf.


Brauerei-Aktien
DER SPIEGEL

Brauerei-Aktien

Firmen wie Brau und Brunnen ("Jever"), seit vielen Jahren ein trostloser Sanierungsfall, prägten das Bild der Branche. Doch die mindestens zwei Milliarden Mark teuren Übernahmegefechte internationaler Konzerne um die Bremer Brauerei Beck & Co. zeigen, dass mit Bier an der Börse Geld zu verdienen ist ­ bei ausländischen Braukonzernen. Der amerikanische Brauer Anheuser-Busch, weltweit die Nummer eins, hat in den letzten fünf Jahren zweimal die Aktie gesplittet, um den Kurs optisch niedrig zu halten; wie Morgan Stanley ("Outperformer") empfehlen nahezu alle Experten Anheuser-Busch.

An der zweitgrößten Brauerei der Welt, der belgischen Interbrew, loben Analysten vor allem die aggressive Expansion; vergangene Woche übernahm Interbrew die Altbiermarke "Diebels". Durch Zukäufe rasch gewachsen ist auch die dänische Carlsberg-Gruppe ­ für die Deutsche Bank ein "Kauf", für Lehman Brothers gar ein "strong buy". Bei den deutschen Bierproduzenten hingegen verdüstert sich die Lage: Die drittgrößte Brauerei der Welt, die niederländische Heineken-Gruppe, ist vor einem halben Jahr auf den deutschen Markt eingedrungen ­ mit dem Ziel, bald Marktführer zu werden.



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