Brause-Feldzug Bionade will Amerika erobern

Erst vom Bioladen in die hippen Kneipen der Großstädte, dann von McDonald's Richtung USA: Der Getränkehersteller Bionade will seinen Expansionskurs fortsetzen - und den Verkauf seiner Limonade auf den amerikanischen Markt ausdehnen.

Hamburg - Der Erfolg macht selbstbewusst und die Ziele sind ehrgeizig: Der Getränkehersteller Bionade will nach dem durchschlagenden Erfolg der vergangenen Jahre in Deutschland jetzt auch den amerikanischen Markt in Angriff nehmen. "In einem Jahr könnte der US-Absatz 20 bis 30 Prozent unseres Gesamtvolumens ausmachen", sagte Bionade-Chef Peter Kowalsky in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" (FTD) und kündigte damit erstmals die Expansion in die USA an. "Wir sind derzeit auf der Suche nach einem Vertriebspartner für die USA, zwei bis drei Kandidaten haben wir bereits im Auge", sagte Kowalsky weiter.

Mit diesem Schritt begebe sich Bionade auf einen besonders umkämpften Markt, schreibt die FTD. Coca-Cola   und Pepsico  , die beiden weltweit führenden Hersteller alkoholfreier Getränke, dominierten auch in den USA das Geschäft - in den Handelsregalen, auf den Werbetafeln und in der Gastronomie.

Bionade gilt laut der FTD trotz der Steigerungsraten von 300 Prozent in den vergangenen Jahren immer noch als kleiner Player. Im laufenden Jahr will das Unternehmen 250 Millionen Flaschen verkaufen. Das entspricht 825.000 Hektolitern. Der Absatz von Deutschlands größter Mineralwassermarke Gerolsteiner liegt laut Bericht bei rund sieben Millionen Hektolitern. Langfristig wolle Bionade ähnliche Werte erreichen, sagte Kowalsky.

Für Kritik sorgt derzeit die Kooperation mit dem weltgrößten Schnellrestaurantbetreiber McDonald's  , der die Biobrause in das Angebot seiner Tochter McCafé aufgenommen hat. "Ich bin froh, dass Bionade sowohl Massen- als auch Szenegetränk ist", sagt Kowalsky der FTD. Auch die US-Kaffeehauskette Starbucks   hat Bionade bereits im Sortiment. Noch sei die Zusammenarbeit mit beiden Ketten auf Deutschland beschränkt, sagte Produktmanager Christian Rath. Es sei jedoch eine "Option", die Kooperation auch auf dem US-Markt zu nutzen.

sam/ddp

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