Brexit Großbritannien handelt nun mehr mit dem Rest der Welt als mit der EU

Nach dem Brexit ist der britische Außenhandel mit der EU deutlich geschrumpft – im Gegensatz zu dem mit nichteuropäischen Staaten.
Lkw vor dem Hafen von Dover (am 15. Januar): Der Handel mit Europa ist erheblich komplizierter geworden

Lkw vor dem Hafen von Dover (am 15. Januar): Der Handel mit Europa ist erheblich komplizierter geworden

Foto: John Sibley / REUTERS

Der Handel zwischen Großbritannien und den EU-Ländern ist nach dem Brexit erheblich zurückgegangen. Zahlen der britischen Statistikbehörde ONS  zufolge ist das Handelsvolumen im ersten Quartal dieses Jahres um 23,1 Prozent und damit knapp ein Viertel geringer ausgefallen als im Vergleichszeitraum des Jahres 2018, der als letzte stabile Handelsperiode gilt.

Dass es sich dabei nicht nur um einen Effekt der Coronapandemie handelt, belegt die Tatsache, dass der Handel mit nichteuropäischen Ländern im gleichen Zeitraum lediglich um 0,8 Prozent zurückging.

Dadurch betreibt Großbritannien nun inzwischen mehr Außenhandel mit dem Rest der Welt als mit der EU: Das Handelsvolumen mit außereuropäischen Ländern überstieg in den drei Monaten dieses Jahres erstmals das mit den EU-Staaten.

Großbritannien hat zum Jahreswechsel den EU-Binnenmarkt und die Europäische Zollunion endgültig verlassen. Zölle werden durch ein Handels- und Kooperationsabkommen zwar weitgehend vermieden, doch Formalitäten und Kontrollen wegen Produktstandards haben den Handel über den Ärmelkanal erheblich komplizierter gemacht.

fdi/dpa
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