Großzügiges Gehalt Britischer Hedgefonds-Manager zahlt sich 1,5 Millionen Pfund – am Tag

Hedgefonds-Manager Chris Hohn hat in diesem Jahr bereits 574 Millionen Pfund verdient. Er engagiert sich für Kinder und das Klima. Das viele Geld? »Es macht dich nicht glücklich.«
Christ Hohn (Archivbild von 2009): »Sehr einfacher Lebensstil«

Christ Hohn (Archivbild von 2009): »Sehr einfacher Lebensstil«

Foto: Peter Macdiarmid/ Getty Images

Der milliardenschwere Hedgefonds-Manager Chris Hohn, 54, hat sich in diesem Jahr rekordverdächtige 574 Millionen Pfund (etwa 664 Millionen Euro) auszahlen lassen, nachdem sein Fonds »Children's Investment« (TCI) einen sprunghaften Gewinnanstieg verzeichnete, wie der »Guardian« berichtete .

Die Auszahlung aus dem Hedgefonds, bei dem auch der aktuelle britische Premierminister Rishi Sunak zwischen 2006 und 2009 arbeitete, ist die höchste, die Hohn je kassiert hat, und vermutlich der höchste Jahresbetrag, der je an eine Person in Großbritannien gezahlt wurde. Sie entspricht mehr als 1,5 Millionen Pfund (1,7 Millionen Euro) pro Tag.

Die Dividendenausschüttung ist 15.000-mal so hoch wie das britische Durchschnittsgehalt und etwa 3.500-mal so hoch wie das jetzige Gehalt von Premierminister Sunak.

Einsatz für Kinder und das Klima

Hohn, der Sohn eines jamaikanischen Automechanikers, der in den Sechzigerjahren nach Großbritannien auswanderte, gründete TCI im Jahr 2003 und hat laut dem Bloomberg-Milliardärsindex ein persönliches Vermögen von mehr als 8,2 Milliarden Dollar (7,9 Milliarden Euro) angehäuft.

Der Hedgefonds, der seinen Sitz in einem Stadthaus in Mayfair hat, gehört einer Muttergesellschaft auf den Kaimaninseln, einer Steueroase.

Chris Hohn ist auch einer der größten Philanthropen Großbritanniens und hat mehr als 4 Milliarden Pfund in seine persönliche Kinderhilfsorganisation gepumpt. In den letzten Jahren hat er sich auch für die Klimakrise eingesetzt und versprochen, die 35 Milliarden Dollar seines Fonds zu nutzen, um »Unternehmen, die sich weigern, ihre Umweltemissionen ernst zu nehmen, zu Veränderungen zu zwingen«.

Er ist der größte Einzelspender von Extinction Rebellion, weil es »dringend notwendig« sei, dass die Menschen angesichts der Klimakrise aufwachen. »Ich habe ihnen kürzlich 50.000 Pfund gespendet, weil die Menschheit mit dem Klimawandel die Welt aggressiv zerstört und wir alle dringend aufwachen müssen«, sagte Hohn 2019. Es wird angenommen, dass seine Wohltätigkeitsorganisation weitere 150.000 Pfund zugesagt hat.

Geld macht nicht glücklich

Hohn beteuert, dass es seine Lebensaufgabe sei, Geld zu verschenken. »In meinem Leben geht es eigentlich um Wohltätigkeit«, sagte er. »Ich habe schon sehr früh gelernt, dass man Geld nicht mitnehmen kann. Es macht dich nicht glücklich.«

Er lebe einen »sehr einfachen Lebensstil«, meide Fleisch und praktiziere Yoga.

»Ich dachte daran, Arzt zu werden und in einem fürsorglichen Beruf zu arbeiten«, sagte Hohn. »[Aber] ein Traum oder ein Bestreben ohne Mittel ist genau das.« Er verglich seinen Ehrgeiz, ein Philanthrop zu werden, mit dem anderer junger Menschen, die sich in den Kopf gesetzt haben, »für Chelsea zu spielen«.

czl

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