Auktion »Bügeleisen-Gebäude« in New York für 190 Millionen Dollar versteigert

Der Hammer fiel nach rund einer Stunde: Für 190 Millionen Dollar wechselt das bekannte »Flatiron Building« in New York den Besitzer. Ein Streit unter den Eigentümern hatte zu der Zwangsversteigerung geführt.
»Flatiron«-Gebäude in New York

»Flatiron«-Gebäude in New York

Foto: Fabio Lotti / PantherMedia / IMAGO

Das berühmte »Bügeleisen-Gebäude« in New York ist für 190 Millionen Dollar (etwa 175 Millionen Euro) versteigert worden. Nach einem rund einstündigen Bieterwettstreit auf den Stufen vor einem Gerichtsgebäude in Manhattan fiel der Hammer des Auktionators am Mittwoch bei der Summe von 190 Millionen Dollar. Das Startgebot hatte bei 40 Millionen Dollar gelegen. Der Gewinner gab sich als Jacob Garlick zu erkennen, Mitarbeiter eines Investmentfonds.

Nachdem der Hammer gefallen war, ging Garlick auf die Knie und weinte. Klatschen und Jubelrufe waren im Publikum zu hören. Kurz zuvor hatte sich Mitbieter Nathan Silverstein, dem zuletzt 25 Prozent des Gebäudes gehört hatten, zunächst eine kurze Auszeit erbeten und dann aufgegeben. Insgesamt hatten sich elf Bieter aktiv für die Auktion registriert, die mit Abstand meisten Gebote kamen aber von Garlick und Silverstein.

Auktion auf den Stufen eines Gerichtsgebäudes in Manhattan

Auktion auf den Stufen eines Gerichtsgebäudes in Manhattan

Foto: Christina Horsten / dpa

»Wir sind sehr geehrt, die Verwalter dieses historischen Gebäudes zu sein, und es wird die Mission unseres Lebens sein, seine Integrität zu bewahren«, sagte der neue Besitzer.

Das dreieckige »Flatiron Building« gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von New York. Eröffnet wurde das etwa 90 Meter hohe Gebäude, das auch in zahlreichen Filmen und Fernsehserien zu sehen ist, im Jahr 1902 – an der Kreuzung von Broadway, 23rd Street und Fifth Avenue mitten in Manhattan. Bis vor wenigen Jahren hatte der Verlag Macmillan Publishers alle 21 Stockwerke des Gebäudes gemietet, seit dessen Auszug steht es leer.

Die Auktion war richterlich angeordnet worden, nachdem zwischen den fünf bisherigen Besitzern ein Streit über die Zukunft des Gebäudes entbrannt war. Den Immobilienfirmen GFP Real Estate, Newmark, ABS Real Estate Partners und Sorgente Group gehörten gemeinsam 75 Prozent des Gebäudes, dem Immobilienentwickler Nathan Silverstein die restlichen 25.

kfr/dpa
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