Buletten-Bann Los Angeles plant McDonald's-freie Zone

Es gibt einfach zu viele Dicke in L.A.: Ein Mitglied der Stadtverwaltung fordert deshalb, einen Teil der Stadt für Fast-Food-Restaurants zu sperren. Die Branche protestiert.


Hamburg - Von wegen reich und schön: In einigen Stadtteilen von Los Angeles sind die Menschen so dick wie sonst in keiner anderen US-amerikanischen Stadt. Das mag auch an der Ernährung liegen - allein 400 Fast-Food-Lokale gibt es im Zentrum der kalifornischen Stadt Los Angeles.

Los Angeles: 400 Fast-Food-Restaurants auf 83 Quadratkilometern
REUTERS

Los Angeles: 400 Fast-Food-Restaurants auf 83 Quadratkilometern

Einer hat der Fettleibigkeit jetzt den Kampf angesagt: Jan Perry, ein Mitglied der Stadtverwaltung, will eine Gebiet von 82-Quadratkilometern abstecken, in dem ein Jahr lang kein neues Fast-Food Lokal wie McDonald's oder Kentucky Fried Chicken eröffnen darf. Der Initiator hofft, dass die Regelung sogar noch länger gelten wird. Das berichtet das "Wall Street Journal".

Das Projekt ist einzigartig in den Vereinigten Staaten: Zum ersten Mal geht eine Großstadt aus Gesundheitsgründen gegen Fast Food vor. In manchen Städten sind die Lokale eher aus ästhetischen Gründen unerwünscht - oder weil lokale Geschäfte gefördert werden sollen.

Am Donnerstag wird ein Komitee den Plan noch einmal überdenken und dann eine Empfehlung an die Stadtverwaltung abgeben.

Doch bereits jetzt regt sich in der Branche Widerstand: Die Regierung tue ja gerade so, als seien die Restaurants "die Wurzel des Übels", beklagte sich ein Vertreter der Restaurantindustrie. Auch ein Lobbyist meldete sich zu Wort: Das ist mal wieder ein typisches Beispiel für einen überfürsorglichen Staat", sagte der Republikaner Alan Hofferblum.

cvk



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