Bundesländer-Ranking Hamburg ist die Nummer eins

Die Hansestadt Hamburg hat sich unter allen Bundesländern erneut als erfolgreichster Standort behauptet. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung schneidet der Stadtstaat besser ab als die Boomregionen im Süden der Republik.


Gütersloh - Die Hansestadt Hamburg hat sich unter allen Bundesländern erneut als erfolgreichster Standort behauptet. Zum dritten Mal in Folge belegte der Stadtstaat im aktuellen Länderranking der Bertelsmann Stiftung die Spitzenposition.

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Bundesländer-Ranking: Die Plätze eins bis 16

Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, wie die Stiftung mitteilte. Die Schlusslichter Berlin und Mecklenburg-Vorpommern verlieren in der neuen Rangliste weiter an Boden.

Ein Highlight der aktuellen Untersuchung: "Nach langer Durststrecke können wir in den neuen Bundesländern erstmals einen Aufwärtstrend erkennen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Heribert Meffert. Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt hätten ihren Punktwert deutlich verbessert und gehörten damit zu den Gewinnern der Studie.

Im sogenannten Erfolgsindex verliert Bremen den Anschluss an das Spitzenquartett und fällt hinter das fünftplatzierte Rheinland-Pfalz zurück. Zum breiten Mittelfeld gehören weiter das Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachen, das Meffert zufolge eine deutliche Trendumkehr einleiten konnte.

Bewegung gebe es im unteren Bereich der Tabelle. Die neuen Länder zeigen sich nicht mehr länger als "monolithischer Block" am Ende. Mit einer guten Politik lasse sich die Standortqualität erheblich steigern. Nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sei noch keine Trendumkehr zu erkennen, sagte Meffert.

Zur Bestimmung der Standortqualität wurden die drei Bereiche Beschäftigung, Einkommen und Sicherheit zu einem Erfolgsindex zusammengefasst und für die Zeiträume 1999 bis 2001 sowie 2002 bis 2004 miteinander verglichen.

In einem zweiten Schritt wurde im sogenannten Aktivitätsindex ermittelt, in welchem Bundesland Politik die Lebensverhältnisse besonders positiv beeinflusste. Spitzenreiter sind hier Baden-Württemberg und Bayern vor Rheinland-Pfalz. Das breite Mittelfeld bilden Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, das Saarland sowie Hamburg und Sachsen. In der Schlussgruppe rangieren Bremen, Brandenburg, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. "Die bedrohliche Finanznot fast aller Bundesländer setzt der Landespolitik enge Grenzen", sagte Meffert.



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