Gegen die Abhängigkeit von Russland Bundesregierung sucht Flüssiggas für 1,5 Milliarden Euro

Die Bundesregierung will zusätzliches Flüssiggas kaufen – und hat ohne die üblichen Verfahren viel Geld lockergemacht. Die große Frage ist nur: Wo soll der Brennstoff herkommen?
Gastanker bei der Verladung in Stade (Archivfoto)

Gastanker bei der Verladung in Stade (Archivfoto)

Foto: HagerPress/DOW/DPA

Die Bundesregierung will für 1,5 Milliarden Euro Flüssiggas einkaufen, um unabhängiger von Energielieferungen aus Russland zu werden. »Das Geld steht bereit«, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch in Berlin. Dem Gashändler Trading Hub Europe seien die Mittel zugesagt worden, er solle nun entscheiden, wo das Flüssiggas konkret eingekauft werde. »Das wird sehr kurzfristig geschehen.«

Ein Sprecher des Finanzministeriums ergänzte, es handele sich um eine außerplanmäßige Ausgabe. Wegen der Dringlichkeit seien die Mittel direkt bewilligt worden – statt der sonst üblichen Haushaltsverfahren.

USA haben Ölreserven freigegeben

Dem Wirtschaftsministerium zufolge gibt es derzeit keine Hinweise, dass Russland seinen Verpflichtungen bei der Lieferung von Energie und Rohstoffen nicht nachkomme. Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet.

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Angesichts steigender Preise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hatten die USA und ihre Verbündeten angekündigt, einen Teil ihrer Ölreserven auf den Markt zu werfen. Dafür wurden 60 Millionen Barrel freigegeben. Der Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, es werde nun geprüft, was daraus für Deutschland folge und ob weitere Maßnahmen erforderlich seien. Es sei aber bereits eine Entlastung.

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