Umsatzausfälle Altmaier nennt Erhalt des Einzelhandels »patriotische Aufgabe«

Wirtschaftsminister Altmaier will mit mehr verkaufsoffenen Sonntagen im nächsten Jahr die Umsatzausfälle aus diesem Jahr wieder aufholen. Den Einzelhandel zu retten, sei »nationale Aufgabe«.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU)

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Tobias SCHWARZ/ AFP

Mehr verkaufsoffene Sonntage 2021 gegen das Ladensterben: Das regt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an, um den Umsatzeinbrüchen bei vielen Einzelhändlern in der Coronakrise zu begegnen. »Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann«, sagte er der »Bild«-Zeitung.

Er habe alle Landesregierungen und Kommunen gebeten, mit den Öffnungszeiten möglichst großzügig und flexibel umzugehen. »Die Überbrückungshilfe III kommt und gibt Sicherheit für Unternehmen und Beschäftige auch im kommenden Jahr. Von Januar bis Ende 2021 gibt es weitere verbesserte Betriebskostenzuschüsse.«

Altmaier will nicht in einer Stadt leben, wo es nur noch große Ketten gibt

Altmaier sieht den Erhalt des stationären Einzelhandels als eine »nationale, ja auch eine patriotische Aufgabe«, wie er sagte. »Unsere Innenstädte sind das Ergebnis eines historischen Prozesses. Bäckereien, kleine Lebensmittelgeschäfte, Buchläden, Antiquitätengeschäfte haben sich über einen langen Zeitraum entwickelt und machen unsere Innenstädte zu Orten der Begegnung und attraktiv für viele Menschen.« Er möchte nach eigenen Worten nicht in einer Stadt leben, in der es nur noch Geschäfte großer Ketten gebe.

Zuvor hatte auch die FDP die Länder aufgefordert, in ihren Ladenschlussgesetzen zu ermöglichen, dem Einzelhandel an möglichst vielen Sonntagen die Öffnung zu erlauben.

caw/dpa-AFX/Reuters
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