CargoLifter Hoffnung auf Airbus-Auftrag zerplatzt

Die Entwickler des Riesenluftschiffs CargoLifter winken mit traumhaften Perspektiven. Ein erster Großauftrag von Airbus hat sich jetzt allerdings in Luft aufgelöst.


Große Pläne: Computeranimation des Cargolifter
DPA

Große Pläne: Computeranimation des Cargolifter

Brand - "Wir haben uns definitiv für den Bodentransport entschieden. Die Gespräche mit CargoLifter sind beendet", sagte Airbus-Sprecherin Barbara Kracht dem "Handelsblatt". Damit hat CargoLifter-Chef Carl von Gablenz nun noch mehr Probleme, seine Investoren von der Tragfähigkeit seiner Vision zu überzeugen.

Die Idee schien bestechend. Airbus suchte eine Transportlösung für Teile des Riesenairbus A380. Riesige Rumpfteile und sogar ganze Flügel müssen von Hamburg nach Toulouse gebracht werden. Das Transportflugzeug Beluga ist mit den Ausmaßen des A380 überfordert, und auch der Seeweg ist unmöglich. So hoffte man in der CargoLifter-Zentrale in Brand bei Berlin, Airbus würde die Bauteile von Hamburg nach Toulouse schweben lassen. Pro Jahr hätte dies voraussichtlich rund fünfzig Einsätze bedeutet.

Grund für die Absage aus Hamburg ist offenbar, dass bei CargoLifter noch zu viele Fragen offen sind. Neben mehreren technischen Problemen ist die Zulassung des Luftfahrtbundesamtes eines der Haupthindernisse. Zum Vergleich: Die Zulassung eines kleinen Beobachtungsluftschiffes der Zeppelin GmbH dauerte drei Jahre. Im Fall von CargoLifter muss zusätzlich die Aufhängung tonnenschwerer Lasten bewilligt werden. Ob sich der bisherige Zeitplan einhalten lässt, 2004 mit der Serienproduktion zu beginnen, steht in den Sternen.



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