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CDU-Vorstoß für saubere Energie

aus DER SPIEGEL 12/1988

Abgeordnete der Bonner Unionsfraktion wollen die Regierung zwingen, mehr für den Einsatz alternativer Energien zu tun. Ein Gruppenantrag christdemokratischer Energieexperten zur »Förderung erneuerbarer Energien« stieß auf unerwartete Zustimmung: Innerhalb von zwei Stunden unterzeichneten 70 Fraktionskollegen den Antrag. Die Parlamentarier fordern die Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, daß die Elektrizitätsunternehmen den Erzeugern von Strom aus Wind- und Wasserkraftwerken mindestens soviel Geld für gelieferten Strom bieten, wie dies für Energie aus einem neuen Kohlekraftwerk erforderlich ist. Bisher sträuben sich die Stromkonzerne, Alternativ-Energien in ihre Netze aufzunehmen. Zur »Anregung einer breiten Nachfrage« (Gruppenantrag) nach Windenergie und Wasserkraftanlagen soll zudem »eine anfangs hohe, in den folgenden Jahren abnehmende Zulage« gezahlt werden. Das Wirtschaftsministerium und CDU/CSU-Fraktionschef Alfred Dregger sind gegen diesen Plan. Doch die christdemokratischen Energiepolitiker wollen ihren Antrag auch der Opposition vorlegen, falls sie sich in der eigenen Fraktion nicht durchsetzen.

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