Versicherungen Check24 darf keine "Jubiläumsdeals" mehr anbieten

Beim Abschluss von Versicherungsverträgen sind Rabatte verboten. Das gilt auch für die "Jubiläumsdeals" von Check24, entschied nun ein Gericht.
Zentrale von Check24 in München

Zentrale von Check24 in München

Foto: Matthias Balk/ dpa

Der Onlinemakler Check24 darf keine "Jubiläumsdeals" oder ähnliche Rabattaktionen mehr bei Versicherungsabschlüssen anbieten. Das Landgericht München I gab einer Klage des Bundes der Versicherungskaufleute (BVK) "vollumfänglich" statt. Damit muss Check24 solche Aktionen künftig unterlassen. Kunden, die entsprechende Rabatte in der Vergangenheit erhalten haben, sind davon nicht betroffen.

In der Klage ging es um eine Aktion aus dem Jahr 2018. Check24 hatte damals Verbrauchern mit Kundenkonto bei Abschluss einer Versicherung im Rahmen der jetzt verbotenen "Jubiläumsdeals" Nachlässe gewährt. Der BVK, der rund 40.000 Versicherungsvertreter vertritt, hatte dies als Verstoß gegen das Verbot von Rabatten beim Abschluss von Versicherungsverträgen gewertet, geklagt und nun vor dem Landgericht recht bekommen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Der Prozess ist nicht der erste um Check24. Vor dem Kölner Landgericht hat die HUK Coburg das Portal wegen seiner "Nirgendwo-günstiger-Garantie" verklagt. Zudem hatte der BVK in einer langwierigen juristischen Auseinandersetzung 2018 durchgesetzt, dass Check24 Kunden vor Abschluss eines Versicherungsvertrags von sich aus auf die Provisionen hinweisen muss, die das Unternehmen erhält. Den Namen Check24 verstehen viele Kunden als neutralen Preisvergleich, tatsächlich ist Check24 aber ein Versicherungsmakler wie andere auch, der für erfolgte Abschlüsse Provisionen erhält.

mamk/dpa
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