China-Deal US-Unternehmen hoffen auf Milliarden-Aufträge

Rund eine Woche vor Beginn des US-Besuchs von Chinas Präsidenten Hu Jintao zeichnet sich ab, dass vor allem amerikanische Unternehmen von dem Spitzentreffen profitieren. Unter anderem will die Volksrepublik im großen Stil Flugzeuge bei Boeing einkaufen.


Washington - Kurz vor dem Gipfeltreffen verkündete der chinesische Vize-Regierungschef Wu Yi den Abschluss von mehr als 100 Handelsverträgen zwischen chinesischen und amerikanischen Unternehmen. Die Verträge hätten ein Volumen von insgesamt 16,2 Milliarden Dollar.

Boeing 737: Chinesen bestellen Flugzeuge
Boeing

Boeing 737: Chinesen bestellen Flugzeuge

Unter anderem will die Volksrepublik 80 weitere Flugzeuge von Boeing kaufen. Die Maschinen vom Typ 737 haben einen Listenpreis von insgesamt 4,6 Milliarden Dollar. Die Einzelheiten des Deals sollen in den kommenden Tagen mit verschiedenen chinesischen Fluggesellschaften beschlossen werden, erklärte Boeing. Erst im November hatte Peking den Kauf von 70 Boeing-Jets bekannt gegeben. Allerdings verkauft auch der europäische Konkurrent Airbus 150 Maschinen an China.

Zudem hat sich China vor dem Gipfeltreffen bereiterklärt, seinen Markt für Rindfleischexporte aus den USA wieder zu öffnen. Dies erklärten beide Seiten nach einem Treffen von Vize-Regierungschef Wu mit US-Landwirtschaftsminister Mike Johanns, Handelsminister Carlos Gutierrez und dem Handelsbeauftragten Rob Partman gestern in Washington. Peking hatte die Importe im Dezember 2003 nach dem ersten BSE-Fall in den USA gestoppt.

Die USA führen seit längerem einen erbitterten Handelsstreit mit der Volksrepublik. Präsident George W. Bush hatte bereits angekündigt, das Problem auch bei Hus US-Besuch vom 18. bis 22. April zur Sprache zu bringen.

suc/AFP/AP



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