Folterenthüllungen Wie viel »Business as usual« ist mit China noch möglich?

Kein EU-Staat ist wirtschaftlich so eng mit China verflochten wie die Bundesrepublik. Über Jahre galt die Hoffnung: »Wandel durch Handel«. Ein Irrtum, wie die jüngsten Enthüllungen über Internierungslager in Xinjiang beweisen. Wie kann ein anderer Umgang mit China aussehen?
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Man hatte sich an die Bilder gewöhnt: Deutsche Bundeskanzlerinnen oder Bundeskanzler reisen nach China, mit dabei ein Tross Wirtschaftsbosse. Allein Angela Merkel war in ihren 16 Jahren Amtszeit zwölfmal in China. Ohne die Pandemie wären es möglicherweise noch mehr Besuche geworden. »Man hat sich das ziemlich schöngeredet mit der Parole ›Wandel durch Handel‹. Indem man gesagt hat: Wir machen Milliardengeschäfte mit China, die sind sehr profitabel für uns, aber irgendwie ist das doch auch gut für die Menschenrechtssituation vor Ort.«

Ein Trugschluss, wie wir heute wissen. Wie können Wirtschaftsbeziehungen mit China in Zukunft aussehen? Was muss sich ändern? Darum geht es in der neuen Episode von SPIEGEL Daily.

SPIEGEL-Wirtschaftsredakteur Simon Hage ordnet ein, warum nach den Enthüllungen aus dem Datenleak der Xinjiang Police Files vor allem ein deutscher Autobauer umdenken sollte: »Ich finde, dass sich Deutschlands Abhängigkeit von China am besten anhand des Volkswagen-Konzerns veranschaulichen lässt. Denn VW macht mittlerweile ungefähr 40 Prozent seines gesamten Absatzes in China.«

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