Chinas Wirtschaft auf Erholungskurs Preissteigerung in China beschleunigt sich

Nach dem Tiefschlag durch die Corona-Pandemie beginnt sich die Wirtschaft in China wieder zu erholen. Ein Indiz dafür ist der spürbare Anstieg der Verbraucherpreise.
Chinesischer Supermarkt: Notenbank legt Fokus auf Schuldenkontrolle

Chinesischer Supermarkt: Notenbank legt Fokus auf Schuldenkontrolle

Foto: Billy H.C. Kwok/ Getty Images

Die Preisentwicklung in China deutet weiter auf eine konjunkturelle Erholung nach dem Corona-Einbruch hin. Im Juli hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise den dritten Monat in Folge beschleunigt, die Inflationsrate stieg auf 2,7 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Montag in Peking mitteilte.

Im Juni waren die Verbraucherpreise nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und im Mai um 2,4 Prozent. Zum Jahreswechsel hatte die Preissteigerungsrate noch etwa doppelt so hoch gelegen. Damit verstärkte sich die allgemeine Preisentwicklung nach dem Corona-Tief im Mai. Der Anstieg der Verbraucherpreise fiel im Juli außerdem etwas kräftiger als erwartet aus.

Neben den Verbraucherpreisen lieferte auch die Entwicklung der Erzeugerpreise Hinweise auf eine weitere konjunkturelle Belebung. Die Preise, die Unternehmen von anderen Firmen verlangen, sanken im Juli mit einem Minus von 2,4 Prozent nicht mehr so stark wie im Juni (Minus 3,0 Prozent).

Commerzbank: Chinas Geldpolitik zukünftig weniger locker

Experte Hao Zhou, Analyst bei der Commerzbank, verwies auf Aussagen des chinesischen Notenbankpräsidenten Yi Gang vom Wochenende. Der Notenbankchef hatte in einem Interview erklärt, dass China in den kommenden Monaten an einer angemessenen Geldmenge festhalten werde. Nach Einschätzung des Commerzbank-Experten deuten die Aussagen darauf hin, dass die Notenbank den Fokus stärker auf die Schuldenkontrolle richtet und die Geldpolitik nicht mehr so locker sein wird wie in der Coronakrise.

Die Coronakrise hatte China früher erfasst als andere führende Industriestaaten und weite Teile der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt drastisch gebremst. Zuletzt zeichnete sich aber bei vielen Konjunkturdaten eine Besserung der Lage ab.

caw/dpa-AFX
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