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Chrysler: Kommt mit Reagan das Ende?

aus DER SPIEGEL 3/1981

Der drittgrößte amerikanische Autokonzern Chrysler ist nach dem Wahlsieg Ronald Reagans dem Bankrott noch ein Stück nähergerückt. Die Carter-Administration hatte für das Überleben von Chrysler Kredite von 1,5 Milliarden Dollar bereitgestellt. Reagans designierter Finanzminister Donald T. Regan hingegen läßt keinen Zweifel daran, daß die Regierung nicht noch mehr Geld für den trudelnden Konzern abzweigen wird. Damit scheint ein, Bankrott noch in diesem Frühjahr fast unausweichlich. Gerettet werden könnte Chrysler nur noch durch einen plötzlichen Autoboom. Wahrscheinlicher aber ist das Gegenteil. Schon in den vergangenen Monaten halten flaue Konjunktur und schlechte Verkäufe der neuen Mittelklasse-Autos den Konzern immer tiefer in die Verlustzone gedrückt. Mit allen Tricks versuchen Chrysler-Manager jetzt, zumindest jene 700 Millionen Dollar von den zugesagten 1,5 Milliarden freizubekommen, die bisher von einem Kreditkomitee der Regierung noch zurückgehalten werden. Die Chancen dafür stehen schlecht. Ohne diese Millionen aber droht Chrysler noch vor Amtsantritt der neuen Administration das endgültige Aus.

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