Chrysler und General Motors US-Autoriesen sprechen über Fusion

Gemeinsam durch die Krise: Die angeschlagenen Autoriesen General Motors und Chrysler verhandeln US-Zeitungen zufolge über einen Zusammenschluss. Allerdings droht die Finanzkrise die Pläne noch zunichte zu machen.


New York - Gelingt der Plan, entsteht der mit Abstand größte Autokonzern weltweit. Den US-Markt würde der Zusammenschluss von Chrysler und General Motors Chart zeigenebenfalls umwälzen: Statt drei gäbe es nur noch zwei große amerikanische Autohersteller. GM und Chrysler halten zusammen rund 35 Prozent des US-Marktes. Darüber hinaus gibt es noch einen dritten großen Player: Ford Chart zeigen.

Der neue 2009 Dodge Ram: Chrysler hat schwer zu kämpfen - wie alle großen US-Autohersteller
AFP

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GM und die Chrysler-Besitzerin Cerberus Capital Management haben die Fusions-Gespräche laut "New York Times" schon vor einem Monat aufgenommen. Aus Verhandlungskreisen hieß es demnach, die Chancen auf eine Einigung stünden bei 50 Prozent. Aufgrund der Finanzmarktkrise seien die Verhandlungen jedoch vorerst ausgesetzt worden, berichtete das "Wall Street Journal" auf seiner Internet-Seite.

Der "NYT" zufolge fährt Cerberus deshalb zweigleisig und verhandelt gleichzeitig mit der Gruppe Nissan-Renault über eine engere Zusammenarbeit. Die beiden Konzerne kooperieren bereits beim Bau einiger Modelle.

Die US-Autoindustrie ist besonders stark von der weltweiten Finanzkrise betroffen. Die Zurückhaltung der Konsumenten ließ die Auto-Verkäufe in den USA dramatisch einbrechen. Zudem machen die gestiegenen Rohstoffpreise der Branche zu schaffen. GM verkaufte im September 15,8 Prozent weniger Autos als im Vorjahresmonat und verlor vor kurzem den Status als weltweite Nummer eins an Toyota Chart zeigen. Bei Chrysler und Ford fielen die Verkaufszahlen im gleichen Zeitraum gar um 33 beziehungsweise 34 Prozent. Überdurchschnittlich stark gingen bei den Unternehmen die Verkäufe von Fahrzeugen mit hohem Benzinverbrauch und von Luxusmodellen zurück.

ase/Afp/dpa



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