Chrysler Weitere Manager fliegen raus

Im Vorstand von Chrysler wird weiter aufgeräumt. Mehrere Spitzenmanager müssen gehen.


Kehraus der Amerikaner: Chrysler-Zentrale in Auburn Hills
DPA

Kehraus der Amerikaner: Chrysler-Zentrale in Auburn Hills

Detroit - Chrysler-Vertriebschef Theodor Cunningham, Verwaltungschefin Kathleen Oswald und Kommunikationschef Tony Cervone würden das Unternehmen verlassen. Dies bestätigte ein DaimlerChrysler-Sprecher in Stuttgart. Als Hintergrund nannte er die schlechter Ertragsentwicklung der US-Sparte.

Cervone werde durch Ken Levy ersetzt, einem früheren Sprecher des US-Autokonzerns General Motors, hieß es in Firmenkreisen. Im weiteren Verlauf des Montag wollte sich die neue Chrysler-Führung per Videoübertragung an die 128.000 Beschäftigten von Chrysler wenden.

DaimlerChrysler hatte am Freitag die Führungsspitze bei ihrer angeschlagenen US-Tochter mit sofortiger Wirkung ausgewechselt. Chrysler wird nun von dem bisherigen Nutzfahrzeug-Chef Dieter Zetsche geleitet, der bisherige Chrysler-Chef James Holden schied aus.

Zugleich hatte der Stuttgarter Konzern angekündigt, die Ergebnisse von Chrysler würden schlechter ausfallen als erwartet. Zuvor war DaimlerChrysler noch davon ausgegangen, dass Chrysler nach einem im dritten Quartal erzielten Verlust von 579 Millionen Euro im Schlussquartal des laufenden Jahres wieder einen Gewinn erwirtschaften werde.

Der bisherigen Chrysler-Führung wurde nach Angaben aus Firmenkreisen vorgeworfen, mehrfach zu optimistische Prognosen gemacht und zu wenig zur Beseitigung der Probleme getan zu haben.



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