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10. November 2007, 14:22 Uhr

Citigroup

Ex-Chef Weill schließt Comeback aus

Nach dem Rücktritt von Charles Prince vom Chefposten der Citigroup hatte der größte Einzelaktionär des Bankhauses, der saudische Prinz Walid Ibn Talal, Prince' Vorgänger Sandy Weill für den Posten favorisiert. Doch der winkte jetzt ab.

Riad - Der Ex-Chef der Citigroup wird nicht auf deren verwaisten Chefposten zurückkehren. Weill habe in einem Gespräch Ambitionen auf den Job als Konzernchef oder Chairman zurückgewiesen, sagte Talal dem Magazin "Fortune" in einem heute veröffentlichten Interview. Der saudische Prinz, der über eine Holding knapp vier Prozent der Citigroup-Anteile hält, hatte Weill als Favoriten für die Nachfolge von Charles Prince genannt, der im Zusammenhang mit Milliardenabschreibungen wegen der US-Hypothekenkrise als Citigroup CEO zurückgetreten war.

Ex-Citigroup-Chef Weill: Keine Ambitionen
AP

Ex-Citigroup-Chef Weill: Keine Ambitionen

Talal halte den momentanen Preis der Citigroup-Aktien derzeit für "lächerlich" und wolle seinen Anteil daher nicht verkaufen, sagte der Prinz der Zeitschrift zufolge weiter. Der Citigroup-Kurs ist in diesem Monat um bislang 21 Prozent abgesackt. Die größte US-Bank hatte vor wenigen Tagen weitere elf Milliarden Dollar an Abschreibungen angekündigt - zusätzlich zu den Krediten im Wert von 6,5 Milliarden Dollar, die das Institut im dritten Quartal neu bewerten musste.

mik/Reuters

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