Coca-Cola Blühende Geschäfte im Osten retten Quartals-Bilanz

Coca-Cola erobert den Osten: In Osteuropa, Russland und China wächst der Absatz des Getränkeriesen rasant. Die blühenden Auslandsgeschäfte machten im ersten Quartal die Coca-Cola-Müdigkeit der Amerikaner leicht wett.


Atlanta - Im ersten Quartal dieses Jahres steigerte der Getränkemulti den Umsatz gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 17 Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn erhöhte sich um 14 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar oder 54 Cent je Aktie. Vor Sonderposten verdiente Coca-Cola Chart zeigen 0,56 Dollar pro Anteilsschein.

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Der weltweite Absatz stieg um sechs Prozent. Das war der stärkste Anstieg seit 2002. Coca-Cola-Getränke legten weltweit um vier Prozent, Sprite um neun Prozent und Fanta um sieben Prozent zu. Bei stillen Getränken gab es Umsatzsteigerungen zwischen sieben und 21 Prozent.

Der internationale Getränkeabsatz erhöhte sich um neun Prozent, in Osteuropa, Russland, China und anderen Schwellenländern erzielte der Konzern sogar zweistellige Zuwachsraten. In Nordamerika dagegen konnte Coca-Cola beim Umsatz nur um zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zulegen, der Absatz sank um drei Prozent. Der operative Gewinn in der Region fiel sogar um elf Prozent auf 347 Millionen Dollar.

In der EU gab es einen Absatzzuwachs von elf Prozent, einen Umsatzanstieg von 25 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar und eine Erhöhung des operativen Gewinns um 33 Prozent auf 604 Millionen Dollar.

In Deutschland profitierte der weltweite Branchenführer von einem starken Absatzanstieg um elf Prozent gegenüber einem Absatzrückgang von einem Prozent im ersten Quartal 2006. Der andauernde Erfolg von Coca-Cola Zero half ebenso wie die größere Verfügbarkeit bei den Discountern, der Ostern-Zeitpunkt und der Kauf des Getränkeherstellers Apollinaris, betonte Coca-Cola heute in Atlanta zur Vorlage seiner Quartalsergebnisse.

Coca-Cola konzentriere sich voll auf seine Wachstumsträger, betonte Konzernchef Neville Isdell. Die Basis für ein langfristiges Wachstum sei klar gelegt. Coca-Cola-Präsident Muhtar Kent strich das starke internationale Wachstum heraus. "Wir wissen genau, was wir in Nordamerika tun müssen und gehen die Probleme vorsichtig an", erklärte er aber. Er erwartet im zweiten Halbjahr eine Besserung.

ase/dpa/reuters



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