Computer-Industrie Gateway spürt die Krise

Neues Krisensignal aus der PC-Branche: Nach Compaq hat auch Gateway vor deutlich höheren Verlusten gewarnt.


Ladenhüter: Bildschirme und Rechner von Gateway verkaufen sich seit Mitte September noch schlechter als zuvor

Ladenhüter: Bildschirme und Rechner von Gateway verkaufen sich seit Mitte September noch schlechter als zuvor

New York - Für das dritte Quartal erwartet der viertgrößte PC-Hersteller in den USA einen Verlust von 14 bis 17 Cent pro Aktie. Damit wäre der Verlust viermal höher, als Analysten bisher vorhergesagt hatten. Gateway plant aber weiterhin, im vierten Quartal zumindest vor Steuern wieder Gewinne zu schreiben.

Grund für die Gewinnwarnung sei die Nachfrageschwäche auf dem Hightech-Markt, die sich seit dem 11. September wesentlich verschlimmert habe, teilte das Unternehmen mit. "Ein bereits hartes Betriebsumfeld ist in den vergangenen Wochen noch härter geworden", sagte Gateway-Chef Ted Waitt. "Praktisch jedes Segment unseres Geschäfts war in den Tagen und Wochen nach den tragischen Ereignissen am 11. September beeinträchtigt." Schon im August hatte das Unternehmen angekündigt, 25 Prozent seiner Stellen zu streichen.

Nach der Gewinnwarnung sank die Gateway-Aktie im nachbörslichen Handel zunächst, erholte sich dann aber wieder.

Auch der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Compaq, der vor der Fusion mit dem Konkurrenten Hewlett-Packard steht, hatte am Montag gewarnt, dass er im dritten Quartal 2001 operativ Verluste schreiben und Analysten-Prognosen verfehlen werde. Branchen-Primus Dell hingegen hatte am Donnerstag seine Finanzprognose bekräftigt.



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