Conti-Reifen Job-Export an Billigstandorte droht

Seit 1871 werden in Hannover Reifen produziert, anfangs noch für Kutschen. Heute zählt der Hersteller Continental zu den führenden Autozulieferern weltweit - die Reifenproduktion am Konzernsitz aber könnte er "aus Kostengründen" aufgeben.

Hannover - "Wir wissen, dass die Geschäftsleitung derzeit prüft, ob eine Stilllegung in Frage kommt", sagte Conti-Betriebsratschef Wilfried Hilverkus der "Neuen Presse". Grund für die Pläne sei, dass in Europa künftig weniger Reifen produziert werden sollten. Der Betriebsrat stehe in Kontakt mit der Geschäftsführung und erwarte eine Entscheidung schon in wenigen Wochen.

Conti-Konzernsprecher Heimo Prokop sagte dazu: "Entschieden ist noch nichts." Er wies aber darauf hin, dass die Frage einer Stilllegung der hannoverschen Pkw-Reifenproduktion wegen der Kostenentwicklung bereits öfters in der Diskussion gewesen sei. Wenn der Markt sich nicht so positiv wie erwartet entwickle, müssten Lösungen sehr intensiv überlegt werden.

Konzern und Betriebsrat hatten sich erst vor einem halben Jahr auf ein Kostensparprogramm zur Rettung des Werkes in Hannover geeinigt.

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