Aufstockung in Coronakrise Deutsche Kliniken haben nun 40.000 Intensivbetten

Die Kliniken in Deutschland haben für schwere Covid-19-Fälle nachgerüstet. Die Zahl der Betten, in denen Patienten beatmet oder anderweitig intensivmedizinisch betreut werden können, ist deutlich gestiegen.
Krankenhaus Viersen in NRW: Zusätzliche Intensivbetten und Beatmungsgeräte

Krankenhaus Viersen in NRW: Zusätzliche Intensivbetten und Beatmungsgeräte

Foto: Roland Weihrauch/ dpa

In der Coronakrise rüsten die Kliniken nach: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) geht davon aus, dass die Zahl der Intensivbetten von etwa 28.000 auf knapp 40.000 angewachsen ist. Von diesen seien etwa 15.000 bis 20.000 frei, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß der "Rheinischen Post".

Auch bei den Beatmungsgeräten werde nachbestellt: "Zu Beginn der Pandemie hatten wir etwa 20.000 Betten mit Beatmungsgerät. Inzwischen dürften wir bei etwa 30.000 liegen." Zum Teil seien die Beatmungsgeräte aus anderen Bereichen geholt worden - beispielsweise aus Aufwachräumen, zum Teil sei neu beschafft, zum Teil seien ausgemusterte Geräte reaktiviert worden.

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"Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden zwei Wochen für alle Covid-19-Patienten, die beatmet werden müssen, ein Gerät zur Verfügung haben werden", sagte Gaß. Aktuell seien etwa 2000 Betten mit Covid-19-Patienten belegt.

Auch bei den Nichtintensivbetten schaffen die Kliniken demnach zusätzlichen Platz: Ein nennenswerter Teil an planbaren Behandlungen sei bereits zurückgefahren worden, sagte Gaß. Die Normalauslastung der Krankenhäuser liege bei 75 bis 80 Prozent. Zurzeit seien noch etwa 50 Prozent der Betten belegt.

kko/dpa/AFP