Pharmakonzern Pfizer halbiert Auslieferungsziel für Impfstoff wegen Lieferkettenproblemen

100 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffes wollte Pfizer bis Jahresende ausliefern. Wegen Problemen bei den Lieferketten, berichtet das »Wall Street Journal«, werde nur noch mit 50 Millionen Dosen geplant.
Die New Yorker Zentrale von Pfizer (Archivbild)

Die New Yorker Zentrale von Pfizer (Archivbild)

Foto: HENNY RAY ABRAMS/ AFP

Der US-Pharmakonzern Pfizer rechnet einem Zeitungsbericht nach damit, dieses Jahr nur die Hälfte der avisierten Menge seines Corona-Impfstoffes auszuliefern. Der Ausbau der Lieferkette dauere länger als angenommen, zitierte das »Wall Street Journal«  am Donnerstag eine Sprecherin des Unternehmens.

Der Zeitung zufolge hielt Pfizer noch bis Mitte November intern an dem Ziel fest, bis Ende dieses Jahres 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Zuletzt sprach das Unternehmen allerdings schon von 50 Millionen Dosen. Für das kommende Jahr bleibe es bei der ursprünglichen Planung zur Auslieferung von mehr als einer Milliarde Impfstoff-Dosen, schrieb die Zeitung weiter.

Die britische Arzneimittelbehörde hatte Pfizer und Biontech am Mittwoch eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das dem Impfstoff eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt hat. Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema prüfen derzeit ebenfalls solche Anträge.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels war die Halbierung des Auslieferungsziels die eigentliche Meldung. Tatsächlich kommunizieren Pfizer und Biontech schon seit Mitte November, dass man eine Auslieferung von 50 Millionen Impfdosen anpeile. Neu ist die Begründung des Konzerns auf Nachfrage des »Wall Street Journal«, dass Lieferkettenprobleme die Ursache dafür seien.

kim/dpa
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