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Kampf gegen das Virus Impftempo bei Angestellten ist deutlich schneller

Seit Mai ist die Zahl der geimpften Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen deutlich nach oben gegangen – stärker als im Rest der Bevölkerung. Zugleich gibt es einen Trend zur Rückkehr ins Büro.
aus DER SPIEGEL 28/2021
Impfzentrum der Porsche AG

Impfzentrum der Porsche AG

Foto: Marijan Murat / picture alliance/dpa

Die Impfquote der abhängig Beschäftigten ist im Juni stark gestiegen und überdurchschnittlich hoch: Mitte des Monats hatten 71 Prozent von ihnen mindestens eine Coronaimpfung, im Mai waren es 51 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums (BMAS). 39 Prozent gaben demnach an, vollständig geimpft zu sein. Im Mai waren es noch zwölf Prozent.

In der Gesamtbevölkerung betrug die Erstimpfquote zu dem Erhebungszeitpunkt 52 Prozent und 32 Prozent für abgeschlossene Impfungen. Ein Grund für die höhere Quote dürfte die Priorisierung bestimmter Berufsgruppen sein. Mitte Juni bekamen 56 Prozent aller Beschäftigten Impfangebote von ihren Unternehmen, bei weiteren neun Prozent haben die Arbeitgeber die Bereitstellung freiwilliger Impfangebote angekündigt. 93 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben mittlerweile einen Arbeitgeber, der ihnen Coronatests anbietet.

Auf dem Weg zurück ins Büro

Das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit befragt Angestellte im Auftrag des BMAS regelmäßig auch zur Nutzung des Homeoffice. Diese ist seit Längerem rückläufig, obwohl die Homeoffice-Pflicht erst am 1. Juli endete: Im Februar war fast die Hälfte aller Beschäftigten im Homeoffice, im Juni noch 42 Prozent. 27 Prozent verbrachten mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause, im Februar waren es noch 34 Prozent. Während die Reduzierung der Arbeitszeit im Homeoffice in der Regel eine persönliche Entscheidung der Beschäftigten ist, geht die vollständige Rückkehr ins Büro auf den Wunsch des Arbeitgebers zurück.

Deutlich entspannt hat sich Lage bei der Kinderbetreuung. Nur noch sechs Prozent der Beschäftigten mit Kindern im Alter von unter 14 Jahren gab an, dass diese aufgrund der Coronamaßnahmen nicht oder nicht regelmäßig in eine Kita oder Schule gehen konnten. Mitte Mai waren es noch 20 Prozent.

mad
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